Während Frankreich seit dem brutalen islamistischen Attentat auf den Lehrer Samuel Paty keine Ruhe vor randalierenden Muslimen mehr findet, hält der kanadische Premierminister Justin Trudeau es für nötig, sich entschieden von Emmanuel Macrons Haltung zur Meinungsfreiheit zu distanzieren. 

Ein Kommentar von Vanessa Renner

So äußerte Trudeau am Freitag: „In einer pluralistischen, vielfältigen und respektvollen Gesellschaft wie unserer sind wir es uns selbst schuldig, uns der Auswirkungen unserer Worte und Taten auf andere bewusst zu sein, insbesondere auf Gemeinschaften, die immer noch sehr stark diskriminiert werden.“ Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei „nicht grenzenlos“.

Kein Rückhalt von Kanada im Karikaturen-Streit

Damit positioniert er sich gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der in dem durch den islamistischen Lehrer-Mord entfachten Karikaturen-Streit wiederholt ein klares Bekenntnis zur Meinungsfreiheit abgegeben und die Freiheit der Presse verteidigt hat. Die islamische Welt läuft seitdem Sturm – der türkische Präsident Recep Erdogan sieht hier gar eine antimuslimische Agenda Macrons und wettert massiv gegen den Westen. Auch in Berlin kam es jüngst zu Demonstrationen durch Muslime gegen Frankreich – 150 vornehmlich männliche Muslime, unter ihnen bekannte Mitglieder der Islamistenszene, liefen dort unter lauten „Allahu Akbar“-Rufen auf und ließen ihrem Hass gegen Frankreich und die Äußerungen Macrons freien Lauf.

Muslimische Befindlichkeiten wichtiger als Meinungsfreiheit

Anstatt nun Zusammenhalt zu demonstrieren und sich gegen die ständig in massive Gewalt ausufernden islamischen Proteste und die längst zur Regel gewordenen islamistischen Attentate zu stellen, zieht Trudeau es vor, westliche Werte hintenanzustellen und sich unterwürfig gegenüber religiösem Fanatismus zu zeigen. Trudeaus Beteuerung, Kanada stehe auch in „diesen extrem schwierigen Zeiten“ an der Seite Frankreichs, ist da nicht mehr als eine leere Worthülse: Vielmehr wirkt der Ausspruch des kanadische Premiers, als wolle er Frankreich und Macron eine Mitschuld an den Horror-Attentaten zuschustern.