US-Universitäten und Schulen, die statt Bildung linke Gehirnwäsche vermitteln, sollen künftig keine Fördergelder und keine Steuerfreiheit mehr bekommen, kündigte US-Präsident Donald Trump letzten Freitag auf Twitter an. Das Finanzministerium soll diesbezüglich aktiv werden. „In zu vielen Universitäten und Schulsystemen geht es nur mehr um linksradikale Indoktrinierung, statt um Bildung“, twitterte er.

von Kornelia Kirchweger

Systematische Unterwanderung

Das Finanzministerium sei angewiesen worden, die Steuerbefreiung und die Finanzierung dieser Einrichtungen zu überprüfen. All das werde ihnen weggenommen, sollten sie ihre Propaganda und Aktivitäten gegen den öffentlichen Bildungsauftrag fortsetzen. „Unsere Kinder müssen ausgebildet, nicht gehirngewaschen werden“. 

In konservativen Kreisen beobachtet man seit langem, dass die höhere Bildung in Amerika zunehmend linkslastig wird. Das belegen auch Daten der Stiftung für Individuelle Rechte in der Bildung: konservative Vortragende werden zunehmend Ziel von „Ausladungen“. Die Bildungsprogramme der Colleges betonen und belohnen linke Vorstellungen, die Fakultätsmitglieder sind mehrheitlich links-liberal

Nährboden für Black Lives Matter

Kritiker sagen, das Ergebnis dieser Schulbildung zeige sich in den jüngsten Black Lives Matter Protesten, wo Absolventen von Elite-Universitäten gemeinsam mit Gewalttätern die Polizei angriffen oder Statuen demolierten. Im letzten Monat wurden zwei Rechtsanwälte festgenommen, weil sie Molotow-Cocktails in ein voll besetztes Polizeiauto warfen. Einer davon ist Absolvent der Universität Princeton. Bei Anklage droht ihnen eine Gefängnisstrafe von bis zu 45 Jahren . Den beiden wird Besitz und Einsatz von Sprengstoff, Brandstiftung und ziviler Ungehorsam vorgeworfen. Die beiden wurden auf Kaution freigelassen. 

Meinungsdiktatur

Schon Ende März, als Ausladungen konservativer Vortragender an höheren Schulen eskalierten und einige sogar am Betreten des Schulgeländes gehindert wurden, drohte Trump mit dem Entzug von Forschungsgeldern. Auch dazu gab es einen Erlass, der die Redefreiheit garantieren und Bildungseinrichtungen in die Verantwortung nehmen soll. Darin heißt es u.a., die Behinderung konkurrierender Ansichten müsse vermieden werden. Das wirke sich nachteilig auf Forschung und Lernerfolge aus. Die Regierung unterstütze eine offene, intellektuelle und vielseitige Debatte auf Grundlage der Redefreiheit.