18 Jahren dauert der Afghanistankrieg nun und ist somit der längste Krieg, den die USA in ihrer gesamten Geschichte geführt haben. Damit ist jetzt Schluss! Der US-Präsident Donald J. Trump macht eines seiner Wahlversprechen wahr und holt die letzten 13.000 Soldaten nachhause.

Friendensvertrag steht

Wie gestern verkündet wurde, ist es den Vereinigten Staaten gelungen, mit den radikal-islamischen Taliban ein Friedensvertrag ausgehandelt zu haben. Dieser beinhaltet einen vollständigen Abzug aller NATO-Truppen. Die Taliban ihrerseits nehmen demnach Friedensverhandlungen mit der demokratisch gewählten Regierung auf und verzichten auf künftige terroristische Aktionen in dem „Warlord-Staat“.

Zuerst Reduzierung

Im ersten Schritt werden die Vereinigten Staaten in den nächsten vier Monaten ihre Truppenanzahl von derzeit rund 13.000 Soldaten auf etwa 9.000 reduzieren. Danach wird geprüft, ob die Gewalt zunimmt oder ob sich die Taliban im Griff haben. Halten die Islamisten ihr Wort, werden laut Vertrag innerhalb von 14 Monaten alle Truppen der NATO aus dem Land abgezogen.

Reaktion auf „9/11“

Im Afghanistan-Krieg, der infolge des Anschlags am 11. September 2001 in New York ausgeführt wurde, sind allein auf Seiten der USA mehr als 2.000 Soldaten gestorben. Auf deutscher Seite starben 57 Soldaten. Mit dem Friedensvertrag ist der klassische Afghanistan-Krieg beendet, das Land droht jedoch in einen neuerlichen Bürgerkrieg abzugleiten.