Tschechien will die illegale Migration verhindern. Dafür stellt die Regierung 5,3 Millionen Euro (135 Millionen Tschechische Kronen) für europäische Länder auf der Balkanroute, die mit dem Zustrom von Migranten zu kämpfen haben, zur Verfügung.

Länder wie Jordanien oder Libyen werden ebenfalls unterstützt. Das Regierungskabinett bestätigte einen Vorschlag für ein Konzept, der vom Innenministerium formuliert wurde. Die Zahl der Migranten auf der Balkanroute und der Ostmittelmeerroute sei gegenüber dem Jahr 2019 um 53 Prozent gestiegen.

Tausende Migranten landen täglich in Griechenland

Bereits dieses Jahr warnte der bosnische Sicherheitsminister Fahrudin Radoncic vor einer Welle von 100.000 Migranten, die nach Europa einreisen werde. In Griechenland schlagen sich die Behörden währenddessen tagtäglich mit der Unterbringung und Bearbeitung von tausenden Boots-Migranten auseinander.

Circa 2 Millionen Euro sollen den betroffenen Ländern; Bosnien, Serbien und Nord-Mazedonien helfen, bessere Ausrüstung im Kampf gegen die illegale Migration und Menschenschmuggel anzuschaffen. Weitere 1,98 Millionen Euro werden an Jordanien und Libyen gezahlt. Ziel ist es, die Situation von Flüchtlingen in den örtlichen Flüchtlingslagern zu verbessern. In Jordanien soll mit der Finanzspritze eine bessere Bildung für syrische Flüchtlinge ermöglicht werden.

Weniger Motivation für Flüchtlinge

Laut tschechischem Innenministerium hätten Flüchtlinge bei einer Verbesserung der Lage weniger Motivation, nach Europa zu reisen. Außerdem will das Ministerium noch dieses Jahr beschließen, finanzielle Hilfe nur bei akuten Entwicklungen wegen illegalen Migration freizugeben. 1,38 Millionen Euro sind noch für Notfälle im Zusammenhang mit der anhaltenden Migrationskrise vorgesehen.