Symbolbild: Islamistisches Hinrichtungskommando

Am 19. November erhielt die Polizei in Ansfelden gleich mehrere Anzeigen wegen islamistischer Beiträge im Internet. Ein 16-jähriger Tschetschene bedrohte darin einen 43-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land. Dafür hat er sich ein einschüchterndes, islamistisches Internet-Profil angelegt. Das sei aber „nur aus Spaß“ so, erklärte der Tschetschene gegenüber der Polizei.

Der 43-jährige Oberösterreicher stellte ein Foto von sich auf eine soziale Medienplattform. Daraufhin kommentierte der 16-jährige Tschetschene die Postings mit einschlägigen, islamistischen Drohungen. Der 43-jährige geriet in Angst. Das Profilbild des Tschetschenen zeigt nach Angaben der Polizei „zwei junge Männer mit vermutlich tschetschenischer Abstammung“. In den Händen hielten die Tschetschenen vollautomatische Sturmgewehre samt Munition.

Polizei und Verfassungsschutz forschten Möchtegern-Taliban aus

Durch intensive Ermittlungen der Polizei Ansfelden, sowie dem Landesamt für Verfassungsschutz konnte ein 16-jähriger Tschetschene als Account-Ersteller ausgeforscht werden. Am Donnerstag stattete die Polizei dem Möchtegern-Taliban gegen 17.30 Uhr einen Besuch an seiner Wohnadresse im Bezirk Linz-Land ab.

Wegen Böller-Streit wollte er ihn „beunruhigen“ und „einschüchtern“

Bei der Vernehmung verharmloste der Tschetschene seine getätigten Kommentare. Er habe den 43-Jährigen „nur“ beunruhigen wollen. Zwei Jahre zuvor soll sich ein Streit über Böller zugetragen haben. Dieser sei das Motiv des Tschetschenen gewesen. Er sei gar kein islamistischer Terrorist, beteuerte der Tschetschene gegenüber der Polizei, er wollte den 43-Jährigen „nur“ einschüchtern.

Islamismus: „Nur Spaß“

Das Profilbild mit den tschetschenischen Personen soll der Jugendliche auf einer anderen Internetplattform gefunden und aus Spaß als Profilbild hochgeladen.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Landesamt für Verfassungsschutz übernommen.