Im Wiener Mordfall um das siebenjährige Mädchen Hadishat sitzt jetzt ein dringend tatverdächtiger Tschetschene in Haft – er ist geständig. Der mutmaßliche Täter ist erst 16 Jahre alt und soll auf das Kind in der Badewanne mit äußerster Brutalität eingestochen haben

Demnach soll es sich um einen Nachbar im Gemeindebau Dittes-Hof im Bezirk Döbling handeln, der möglicherweise völlig wahllos gemordet hat.

Einfach in Mülltonne entsorgt

Magistrats-Mitarbeiter hatten nach einer groß angelegten Suchaktion am Samstag die Kinderleiche in einer Mülltonne bei der Wohnanlage entdeckt. Der Mörder hatte Leiche des siebenjährigen Mädchens einfach in Plastik gewickelt und in der Mülltonne entsorgt.

Sie soll durch einen Stich in den Hals gestorben sein. Warum der gebürtige Tschetschene, der österreichischer Staatsbürger ist, gemordet hat, bleibt derzeit unklar. Reine Mordlust als Motiv kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
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Gerüchte um Clan-Krieg

Laut Medienberichten hatte er einen schlechten Tag und sei „genervt“ gewesen. Er soll das Mädchen in seine Wohnung gelockt haben, die Siebenjährige hatte bei seiner Familie öfter mit der Katze gespielt. Dann stach er offenbar in der Badewanne auf sie ein. Es mehrten sich zugleich sogar Gerüchte um einen möglichen Clan-Krieg, da es sich sowohl bei der Familie, als auch beim Täter um eingebürgerte Tschetschenen handelt.

Laut oe24 soll der mutmaßliche Mörder aber in der Einvernahme gesagt haben: „Ich wollte einfach irgendwen umbringen“.

„Wieso tut man so etwas?“

Zum Erfolg führten schließlich Spürhunde – einer der tierischen Ermittler schlug in einer nahe gelegenen Waschküche an. Man hoffte auf DNA-Spuren am Müllsack. In der Nacht auf Dienstag wurde der mutmaßliche Täter schließlich verhaftet.

Die auch aus Tschetschenien stammende Familie ist indes völlig verzweifelt. Der ältere Bruder von Hadishat, der die Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattete, fragte in einem Interview mit Puls4 schlicht fassungslos: „Wieso tut man so etwas?“