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Sowas passiert Zugreisenden nicht alle Tage: Der deutsche Grünen-Politiker Matthias Oomen hatte sich am Sonntag beim Besuch einer Toilette im Eurocity-Schnellzug (EC) Berlin-Dresden offenbar ohne eigenes Verschulden eingesperrt. Auf Twitter schrieb er das Team der Deutschen Bahn an, bat eindringlich um Hilfe.

Bei der Toilette handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Toilette für beide Geschlechter, also um eine sogenannte „Unisex-Toilette“.

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Toilette für beide Geschlechter

Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte gegenüber dem „Wochenblick“, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei dem bizarren „Toiletten-Gefängnis“ um eine Toilette für beide Geschlechter gehandelt haben dürfte. Eine öffentliche Twitter-Anfrage des „Wochenblicks“ dazu an Oomen blieb bis jetzt unbeantwortet.

„Ich bin im EC Berlin-Dresden und aus irgend einem Grund blockiert die Tür der Toilette. Notrufsprechstelle gibt es nicht. Ich würde gerne Neustadt raus. Könnt ihr mir helfen?“, schrieb Oomen an das Twitter-Team der Deutschen Bahn. Das reagierte umgehend, sprach dem Eingesperrten Mut zu.

Freude über sexy Feuerwehrmann

Während der Twitter-Konversation wurde der auf der Toilette gefangene Grünen-Politiker bemerkt. „Der Versuch, die Tür einzutreten scheiterte. In DD kommt die Feuerwehr“, twitterte Oomen rasch.

Glück im Unglück für den Grünen-Politiker: Oomen freute sich darüber, von einem laut eigenen Angaben „äußerst hübschen Feuerwehrmann“ befreit worden zu sein. Auch diese Information gab der fleißige Twitter-Nutzer der Öffentlichkeit bekannt.

Verspätung wegen Befreiungsaktion

Ärgerlich für weitere Bahnreisende: Durch die Befreiungsaktion kam es zu einer Verspätung des Eurocitys. Diese betrug aber offenbar nur wenige Minuten.

Spott über bombardiertes Dresden

Oomen, der auch als Lobbyist des Polit-Verbands „Pro Bahn“ tätig war, gilt indes selbst bei seiner eigenen Partei nicht als unumstritten. Der als extrem links und antideutsch geltende Politiker schockte im Herbst 2016, als er auf Twitter schrieb: „In #Dresden ist #FliegerbombeDD in den Trends? Das lässt ja hoffen. Do! It! Again!“ Zahlreiche Deutsche zeigten sich schockiert, warfen dem Grünen vor, eine erneute Bombardierung Dresdens zu begrüßen.

In der linksextremen Szene gilt die sächsische Landeshauptstadt als verhasstes Symbol der Pegida-Bewegung und der mutigen Kritik vieler Sachsen an Merkels Asyl-Politik. Sogar Politiker seiner eigenen Partei kritisierten Oomen scharf, äußerten jedoch mitunter auch grundlegendes Verständnis. „Kann ich nachvollziehen. Trotzdem nicht hilfreich. Das Problem müssen wir anders lösen“, schrieb etwa der äußerst umstrittene sächsische Ex-Grünen-Landesvorstandssprecher Jürgen Kasek.

Matthias Oomen

 

jürgen kasek