Ganz Europa trauerte um die Opfer des islamistischen Terroranschlags von Wien. Hunderte verliehen dieser Trauer Ausdruck indem sie Kerzen für die Opfer am Ort des Geschehens niederlegten und hinterließen ein regelrechtes Lichtermeer. Doch eine Türkin bewegten wohl gänzlich andere Gefühle: Randalierend zog sie am Sonntag durch die Gedenkstätte und trat die liebevoll aufgestellten Kerzen der Trauernden einfach um! 

Am Sonntag wurde die Wiener Polizei zu einem bestürzenden Vorfall in die Wiener Seitenstettengasse gerufen. Mit langem Mantel, Mundschutz und Kopftuch verhüllt stürmte die 56-jährige Türkin am Sonntagvormittag in das Lichtermeer, das hunderte von Trauernde in ihrem Andenken um die vier Todesopfer des islamistischen Terroristen errichteten.
Videos zeigen, wie die Türkin um sich tritt, die Kerzen umstößt und am traurigen Terror-Tatort regelrecht randaliert.

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger berichtete über den Vorfall:

Bilder einer Überwachungskamera zeigen die Türkin beim Verwüsten der Gedenkstätte:

Am Flughafen Wien aufgegriffen

Montagvormittag wurden aufmerksame Security-Mitarbeiter am Flughafen Wien auf die Türkin aufmerksam und identifizierten sie als die mutmaßliche Randaliererin aus der Wiener Seitenstettengasse, dem Ort des Terrors. Wohin die Reise die rabiate Türkin führen sollte, ist nicht bekannt.

Psychisch verwirrt?

In einer ersten Befragung soll die Frau wirre Angaben gemacht haben laut einer Twitter-Mitteilung der Polizei Wien. Sie habe bestätigt, die Kerzen weggetreten zu haben. 

Der Tweet der Wiener Polizei:

Eigenartig: Die Polizei erklärte in ihrem Tweet außerdem, dass die Frau „unter einer psychischen Beeinträchtigung leiden dürfte“. Soll nur wenige Stunden nachdem die Frau ausfindig gemacht wurde bereits ein ordentliches, psychologisches Gutachten vorliegen?

Twitter-Nutzer „Icke aus Berlin“ will das nicht glauben:

Der rasche Verweis auf den psychischen Zustand von Tätern mit mutmaßlich muslimischem Hintergrund sorgt regelmäßig für hitzige Debatten. So warf auch das rasche Ausschließen eines islamistischen Hintergrunds zugunsten einer psychischen Beeinträchtigung im Fall des Grazer Amokfahrer Alen R. für heftige Debatten. Viele wollten die offizielle Version vom psychisch kranken Einzeltäter nicht glauben.