Die Österreicher bekommen bis zum Wahljahr 2022 ganze 6,5 Milliarden Euro an Steuern geschenkt. Die Regierung präsentierte Dienstag Vormittag ihr umfassendes Entlastungspaket. Der Unterschied zu den früheren Steuerreformen unter schwarz-rot: Auch die kleinen Leute profitieren und man kommt ohne eine Gegenfinanzierung aus. 

Zudem sollen Entbürokratisierungsmaßnahmen den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver machen und die Arbeitslosigkeit senken. Digitalisierung der Verwaltung soll die Administrative verschlanken. „Fleiß soll sich wieder lohnen“ kommentierte FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache die Präsentation des Reformpakets.

Werbung

Österreich attraktiv für Investoren

Die Körperschaftssteuer (KöSt) auf Unternehmensgewinne wird schrittweise von derzeit 25 Prozent, auf 21 Prozent im Jahr 2023 gesenkt. Ebenso sollen Mitarbeitererfolgsbeteiligungen steuerlich begünstigt werden: 3000 Euro sind ab 2022 jährlich bei Ausschüttung für den Arbeitnehmer steuerfrei.

Für Kleinunternehmer soll es erleichterte Steuerpauschalisierungen geben. Darüberhinaus wird die Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter in zwei Schritten von 400 auf 1000 Euro angehoben (ab 2020).

Auch Kleinverdienter (mehr als 450 Euro aber weniger als 2201 Euro im Monat) profitieren von dem Entlastungspaket. Ihnen sollen die Krankenversicherungsbeiträge (derzeit 3,87 Prozent für den Dienstnehmer) zum Teil rückerstattet werden.

Bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode soll es auch Maßnahmen gegen die „kalte Progression“ geben.

Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich

Entbürokratisierungsmaßnahmen sollen den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver machen und die die Arbeitslosigkeit senken.

Keine Gegenfinanzierung!

Das Steuerentlastungspaket soll ohne Gegenfinanzierung durch Steuern auskommen. Durch Verschlankung der Verwaltung und Digitalisierungsmaßnahmen, soll Geld eingespart werden. Weiter sollen Einnahmen durch die Anpassung der Tabaksteuer an die Teuerungsrate generiert werden.