Es ist einer von vielen grausigen Mordprozessen, wo Männer „südländischer“ Herkunft aus Gründen von Ehre, Stolz oder anderen Befindlichkeiten ihre Ehefrauen brutal ermordeten. Als dieser Fall vor Gericht aufgerollt wird, treten Abgründe bestialischer Grausamkeit zutage. So fuhr der Täter Ercan E. (28) den Sohn zu den Großeltern, während sich im Kofferraum noch die Leiche der Mutter befand.

Die wunderschöne Arzthelferin Mine O. (26) fiel dem wüten ihres Ehemannes zum Opfer. Seine Gattin habe sich nicht genug um ihren gemeinsamen Sohn gekümmert, versuchte der Täter den Mord zu rechtfertigen. Oft stellt sich bei vergleichbaren Taten heraus, dass sich die Frauen ihren herrschsüchtigen Ehemännern nicht unterordnen wollen und eine Trennung anstreben. Dies wird häufig zu ihrem Verhängnis. Vielleicht kommt auch hier das wahre Motiv im Zuge des Gerichtsverfahrens ans Tageslicht.

Am 7. September 2019 hatte Ercan E. seine Frau zunächst erwürgt. Danach stopfte er ihre Leiche in einen großen Koffer, den er im Kofferraum seines Autos verstaute. In diesem Fahrzeug brachte er den 5-jährigen gemeinsamen Sohn zu den Großeltern, bevor er eine Garage anmietete um die Leiche zu lagern.

Leiche im Wald vergraben

Dort beschwerten sich Anrainer nach einiger Zeit über den üblen Geruch. Daraufhin transportierte E. die Leiche in ein Waldstück und vergrub sie. Nach seiner Festnahme im Dezember des Vorjahres gestand er die Tat und beschrieb der Polizei den Weg zum Versteck.

Das Kind ist nun bei Pflegeeltern untergebracht. Man darf gespannt sein, welches Urteil auf den türkischstämmigen Täter wartet.