Die Täter lockten unter falschen Vorwänden Schülerinnen in ein Auto und vergewaltigten diese im Anschluss an abgeschiedenen Orten. Die fünf Verurteilten kommen nun ins Gefängnis. Sie nannten sich „Skorpione“ während sie ihre Taten geplant hatten. Die fünf Serien-Vergewaltiger wurden in Essen nun zu Haftstrafen verurteilt. Bei der Urteilsverkündung wurde die Verrohung der Täter in vollem Ausmaß deutlich.

Ein Opfer war erst 16 Jahre alt, als die Männer sie hintereinander vergewaltigten („Wochenblick“ berichtete). Die junge Frau sagte an einem nicht öffentlichen Verhandlungstag, dass sie „vollkommen machtlos gewesen sei“ und sie „seither die unerträglichen Bilder vor Augen“ habe.

Albträume und Flashbacks

Mehrere Mädchen hatten ausgesagt, dass sie brutal zum Oral- und Geschlechtsverkehr gezwungen worden waren. Sie hätte tagelang Schmerzen im Unterleib davongetragen. Die psychischen Verletzungen wären nach Monaten noch immer nicht verheilt. Sie haben immer wieder Albträume und Flashbacks, einige von ihnen machen eine Traumtherapie. Manche brechen tagsüber zusammen oder fehlen lange in der Schule.

Täter stammen aus Sinti-Familien

Eine 17-Jährige hatte deswegen ihr Abitur nicht geschafft. „Es ist alles nicht mehr wie vorher“, sagte sie laut der Zeitung „Die Welt“ während des Prozesstages. Ein anderes Opfer erzählte: „Die ersten Tage danach waren so schlimm, dass ich gar nicht mehr wusste, ob ich noch leben wollte.“ Pikant: Ein Opfer wehrte sich vehement. Sie schlug, schrie und drohte, sie werde es den Sinti-Familien erzählen, aus der die Täter stammen.

Große Verachtung gegenüber Frauen

Vier der Haftstrafen wurden nach Jugendstrafrecht verhängt. Sie reichen von drei Jahren und neun Monaten bis zu sechs Jahren und drei Monaten. Der Prozess hatte offenbart, wie verroht und skrupellos die heute 17- bis 24-jährigen Täter vorgegangen sind. Es zeigte sich laut Experten, was für ein gestörtes Verhältnis sie zur Sexualität haben und wie groß ihre Verachtung gegenüber Frauen ist.

„Wenn es um Sex geht, gehe ich über Leichen“, soll einer der Angeklagten per Smartphone geschrieben haben. Ein 19-jähriges Mitglied soll während der Verhandlungen laut Medienberichten immer wieder gegrinst haben.