Seit Jahren spielt insbesondere die deutsche Politik die Gefahr gewaltbereiter Extremisten der in weiten Teilen linksterroristischen Antifa herunter. Nicht zuletzt dadurch gewinnen die Anarcho-Schläger das Gefühl der Narrenfreiheit, politische Gewalt gegen Polizei und Staat sowie gegen Andersdenkende halten sie für ein legitimes Mittel. Ein schockierendes Mobilisierungsvideo aus Berlin ist nur ein weiterer Zeuge dieser Eskalation. 

Das sogenannte „Komitee für Kritik und Aufstand“ verbreitet auf Twitter ein etwa zwei Minuten langes Video, das zu massiver Gewalt an Polizisten aufruft. Man werfen der Exekutive vor, dass diese auch gegen ihren linksextremen Terror vorgeht: “Jede neue Prügelorgie der Bullen nährt unseren Hass. Und unseren Hass werdet ihr zu spüren bekommen“, so das Manifest der Gruppe für eine Demo am vergangenen Freitag. Anmelderin der Kundgebung war die „linksjugend [solid]“, die Jugendorganisation der Linkspartei.

Schockierende Gewaltfantasien im Video

Ihr Credo dafür geben die Antifa-Schläger unmissverständlich aus: „Ganz konkret heißt es also – Bullenstaat und Kapitalherrschaft angreifen“. Mitten im Clip zeigen sie, wie beängstigend ihre Fantasien eigentlich sind. Zu sehen sind mehrere gefesselte Männer im Polizei-Oberteil, die eine Tüte über dem Kopf tragen. Einer von ihnen muss dazu demütigend eine Botschaft auf einem Zettel zeigen: „Wir sind Mörder – Polizei Berlin“.

Wie weit die Antifa-Extremisten mit ihrer Gewalt gehen würden, lassen sie bewusst offen. Sorgen bereiten dürften dennoch die zur Untermalung gewählte Musik. Der Text: „Boom, boom, boom. I’m gonna shoot you right down, right off your feet.“ – Dabei bleibt wohl mit Kalkül unklar, ob es sich dabei um eine Kritik an vermeintlicher Polizeigewalt oder einen Aufruf, genau dies mit Polizisten zu tun, handelt…

BKA Berlin erkennt keine strafrechtliche Relevanz

Nicht nur dass Twitter offensichtlich mit zweierlei Maß misst und solche Gewaltaufrufe stehen lässt, während man einen Aufruf von Ex-US-Präsident Donald Trump, sich bei den Protesten am Kapitol friedlich zu verhalten, zum Anlass machte, ihn auf der Plattform permanent zu sperren, verwundert dabei.

Denn auch die Berliner Polizei nimmt das Video nur zur Kenntnis. Der Staatsschutz des LKA Berlin sah darin nämlich keine strafrechtliche Relevanz. Letztendlich war es dann wohl doch nichts mit dem groß angekündigten Aufstand gegen die Polizei: Bislang berichteten nämlich nicht einmal einschlägige Szeneportale über den Verlauf der Demo…

Antifa mit Brutalität auch gegen Regierungskritiker

Dass militante Linksextremisten allerdings tatsächlich längst nicht mehr vor brutaler Gewalt auch gegen Menschen zurück schrecken, mussten auch schon Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen miterleben. Im vergangenen Mai schockierte der Überfall eines 40-50 Personen starken Antifa-Mobs auf drei Demogänger. Einen davon bearbeiteten sie dermaßen übel, dass er wochenlang im Koma lag. Kürzlich wurde Anklage gegen zwei tatverdächtige Mitglieder der linksextremen Horde erhoben.

Und es blieb kein Einzelfall. Denn im November trat ein Rudel wildgewordener Antifa-Sympathisanten in Leipzig auf einen am Boden liegenden Maßnahmenkritiker ein. Einer der Brutalo-Anarchisten sprang dabei sogar auf dem Kopf des Mannes herum. Wie durch ein Wunder hielten sich dessen Verletzungen – auch durch das geistesgegenwärtige Eingreifen eines engagierten Polizisten – allerdings in Grenzen.