Die experimentellen Genspritzen haben ein Ablauf-Datum. Und damit sie nicht wie in Afrika nach Überschreiten in die Hochöfen müssen – eh wissen, Klima und so – überlegen sich impfwütige Politiker immer skurrilere Dinge, um die offenbar nicht immer sonderlich wirksamen Vakzine an Mann, Frau und Divers zu bringen. In Tirol geht man nun einen Schritt weiter und lockt die Jugend an die Nadel – mittels eines Gewinnspiels. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Wir haben in den letzten Tagen und Wochen schon viel gesehen. Begonnen hat das ganze in unseren Breitengraden mit der Gratis-Bratwurst fürs Impfen in Thüringen. Der Erfolg dieser Aktion mag dem landläufigen Feinschmecker noch einleuchten. Ich würde mir zwar keine Genspritze mit Notfall-Zulassung dafür in die Blutbahn pfeifen, aber ich fahre auch 25 Kilometer für die besten Bratwürste in der Region beim Metzger meines Vertrauens. Aber es hat etwas von Brot und Spiele und zu vielen Leuten, die billigen Konditionierungstricks auf den Leim gehen, wenn die Eliten wie in Pawlows Hunde-Experiment mit der Glocke läuten.

Tausche Impfung gegen PlayStation und Gutscheine

In Nürnberg, in Söders fränkischer Heimat, war man schon sparsamer. Es gab Gutscheine über 2 Euro für einen „Foodtruck“. Also quasi: Kauft euch euren Buchweizen-Insektenburger um 12 Euro statt um 14 Euro. Ein paar müde Krümel als „Opium für das Volk“. Dafür würden noch nicht einmal jene Afghanen, die SPD-Panik-Guru Karl Lauterbach nach der Taliban-Machtübernahme mit ablaufgefährdeten Impfdosen überhäufen möchte, ins gelobte Land Deutschland in „Mutti“ Merkels Schoß kommen.

Etwas origineller ist man da schon in Kufstein, der Perle Tirols. Dem berühmten Lied zufolge liegt es „umrahmt von Bergen, so friedlich und still“ da. Eher verhalten war in den letzten Wochen auch die Impfbereitschaft der Jugend. Mangels erfolgreichen Sportvereins fällt dort auch eine Stadion-Impfung weg. Also hatte das Stadtmarketing eine zündende Idee: Ein Gewinnspiel soll es richten. Alle Impflinge zwischen 12 und 24 Jahren bekommen die Chance, für ihren Impfnachweis Kopfhörer oder eine Konsole zu gewinnen. Bürgermeister Martin Krumschnabel ist Feuer und Flamme für die Aktion.

Jede Menge schwerer Nebenwirkungen in der Trommel

Ein bisserl hat das Ganze von Russischem Roulette: Dort ist jeder ein Sieger, der sich keine Kugel durch den Kopf jagt. Und bei der „Impflotterie“ in Tirol ist auch eine Niete eigentlich ein Hauptgewinn. Denn neben drei Air Pods Pro und zwei PlayStation 5 gäbe es auch noch Lottokugeln mit Herzmuskelentzündung, Hirnthrombose oder Gesichtslähmung zu ergattern. Stell dir vor, du hoffst auf das Zeug, das du dir von deinem Lehrgeld nicht leisten kannst und verlierst stattdessen ein Bein oder kippst ein paar Tage danach im Geschäftslokal um und stirbst an den Folgen einer Hirnblutung.

Besonders grotesk an der Nummer ist, dass die Idee bereits länger herum geistert. Denn der Tiroler NEOS-Obmann Dominik Oberhofer rückte schon vor einem Monat mit dieser Idee im ORF-Tirol-Sommergespräch heraus. In seinem Modell hätte es ein Preisgeld von einer Million Euro gegeben. Das hätte zwar den Effekt, dass ausnahmsweise ein normaler Bürger mit der Impfung zum Millionär würde und nicht nur Bill Gates und die Pharma-Konzerne. Jenseitig ist die Idee trotzdem und der FPÖ-Politiker Christofer Ranzmaier hat völlig recht, wenn er den sofortigen Stopp der Aktion fordert.

Falsche Verheißungen und vergiftete Hauptgewinne

Bei der Vorstellung einer Impf-Lotterie kommen mir immer die Bilder der spanischen Weihnachtslotterie in den Kopf, wo Waisenkinder den jeweiligen Gewinn vorsingen. Nur, dass sie diesmal eben nicht „Mil Euros“ oder „El Gordo“, sondern „Myokarditis“ und „Zytokinsturm“ trällern, wenn eine Holzkugel aus der Trommel rollt. Die Idee einer Impflotterie haben Oberhofer und Krumschnabel aber ohnehin aus den USA, wo man die Leute schon vor Monaten mit Gratis-Pizza, Donuts und Cannabis zur Impfung lockte – Wochenblick berichtete.

Dazu ist also die deutsche Bratwurst nur die örtliche Anpassung, wegen derer man fast froh sein mag, dass die Isländer nicht auf diese Idee kamen. Denn mit verrottetem Haifisch, Stockfisch, Salz-Lakritze und Schafskopf hätte man wohl nicht dieselbe Durchimpfrate. Vielleicht hätte man aber auch insgesamt weniger Fälle, denn das Land kam lange Zeit gut durch die sogenannte Pandemie. Erst als sich die Nachfahren der Wikinger zu Impf-Europameistern aufschwangen, begann das Virus im Land zu zirkulieren.

Ersetzt Impf-Tombola bald das Pubquiz?

Aber wie immer hat natürlich alles mit nichts zu tun. Also schnell perfektionieren und dann im Herbst dafür sorgen, dass nur mehr Geimpfte in Lokale, Fitness-Studios oder Zoos kommen, so das Credo der planlosen Regierung. Vielleicht ersetzt dann eine Impf-Tombola dort das ewig gleiche Pubquiz – und weil eh alle Gäste geimpft sind, gibt’s dann halt keinen Gutschein für Pina Colada oder einen Bierstiefel, sondern den Dritt- oder Viertstich, wenn er nötig wird, um mit den Kumpels einen heben zu gehen. Hollywood hätte so ein Drehbuch wohl vor einiger Zeit noch als „zu absurd“ abgelehnt.

Das könnte Sie auch interessieren: