Mobbing-Minister Heinz Faßmann kennt kein Pardon bei den Maßnahmen – weder in der Schule noch an den Universitäten. Seine Erlaubnis an die Hochschulen, noch strengere Regimes als die 3G-Regel für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen einzuführen, verstanden einige Unis als Einladung. An den Medizin-Unis in Wien und Innsbruck dürfen bald nur mehr geimpfte Studenten ein Medizinstudium absolvieren – und an der Linzer Uni will man mittels je nach 3G-Status unterschiedlich lange gültigen Armbändern für Stigma sorgen. Gegen diesen Irrsinn regt sich Widerstand: Etwa in Form der Initiative „Studenten stehen auf“. Diese führte nun eine anonyme Umfrage unter Studenten der Innsbrucker Hauptuniversität durch. Dabei stellte sich heraus: Die Mehrheit lehnt ein solch strenges Regime ab!

  • Klare Mehrheit über alle Innsbrucker Fakultäten hinweg hat keine Freude mit möglichem Impfzwang
  • Jeder fünfte Innsbrucker Student will sich auf gar keinen Fall impfen lassen
  • Jene, die sich impfen ließen, hofften auf eine Entschärfung der Maßnahmen
  • Impfzwang beschädigt das Grundrecht auf Bildung sowie den freien Hochschulzugang in Österreich
  • „Studenten stehen auf“ erklären, auf welche Art ihre Kommilitionen niederschwellig Widerstand gegen die Corona-Diktatur an ihrer Uni leisten können

Mehrheit gegen 1G-Regel, viele auch impfskeptisch

Insgesamt 1.286 Studenten aller 16 Fakultäten – die einstige Medizin-Fakultät wurde bekanntlich in den Nullerjahren als eigenständige Uni ausgegliedert – der Leopold-Franzens-Universität (LFU) nahmen an der Erhebung teil. Nicht weniger als 56 Prozent von ihnen lehnen eine 1G-Regel an ihrer Hochschule entschieden ab. Dieses Ergebnis ist umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die Innsbrucker Uni als Hochburg der ÖVP-nahen „Aktionsgemeinschaft“ gilt. Zudem kann sich fast jeder fünfte Student keinesfalls vorstellen, eine Impfung über sich ergehen zu lassen. Wie ein Befragter erklärte: „Die Präparate sind noch experimentell. Ich lasse mich auf keinen Fall impfen!“

Die Wortmeldungen, die „Studenten stehen auf“ erhob, sprechen für sich. Ein Student sagte etwa: „Es ist höchst bedenklich, dem Menschen angeborene Freiheiten an einen Eingriff am eigenen Körper zu koppeln“. Die impfskeptischen Studenten begründeten ihre Entscheidung gegen die Nadel durch die Bank differenziert. Etwa: „Der Grund, wieso ich mich nicht impfen lassen möchte ist, weil die Impfstoffe Notfallzulassungen sind. Ich will mit den jetzigen Impfstoffen keine Risiken eingehen. Wenn es möglich ist, würde ich auf die Impfstoffe warten, die ihre klinischen Studien beendet haben.“

Geimpfte Studenten glaubten leeren Kurz-Versprechen

Etwa die Hälfte der LFU-Studenten ließ sich dennoch bereits impfen – allerdings offenbar nicht, weil sie sich Sorgen vor einem schweren Verlauf machten. Sie hofften vielmehr auf das Einlösen der Regierungs-Versprechen nach einer Entschärfung der Maßnahmen wie das Ende der Maskenpflicht. Andere glaubten an die Herdenimmunität oder wollten sicher gehen, dass keine neuen Mutationen als Vorwand für neue Einschränkungen dienen.

Mit ihrem Glauben an diese Heilversprechen gingen sie der Regierung auf den Leim und ließen sich impfen – nach Feststellung von „Studenten stehen auf“ aber recht umsonst. Denn: „Diese Versprechen erwiesen sich nach heutigem Datenstand als Farce. Nichts davon ist eingetreten. Ganz im Gegenteil, mit der ‚Delta-Variante‘ wird schon für den nächsten Schuss mobilisiert.“ Tatsächlich bezeichnete Bundeskanzler Sebastian Kurz erst am Mittwoch die dritte Impfung als „absolut notwendig“ – entlarvend!

Impfzwang für Bildung erinnert an Zwangsprostitution

„Studenten stehen auf“ wollen weiterhin friedlichen, aber entschiedenen Widerstand gegen die Uni-Maßnahmen leisten. Sie erinnern sich an die Hochschulen als „Oase des offenen Diskurses und der Meinungsvielfalt“, welche nunmehr ausgetrocknet worden sei. Die Modalitäten der Rückkehr der Präsenzlehre würden eher einem „Narrenschiff“ gleichen. Alleine die Überlegung einer Studenten-Impfpflicht sei grundrechtswidrig, indem es „eine Missachtung des Rechts auf Bildung sowie des freien Hochschulzugangs in Österreich“ darstelle.

Von jungen Erwachsene verlange man eine Situation, die wie ein Zwang zur Prostitution anmute: Man nötige sie dazu „ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung für ihr Recht auf Bildung zu verkaufen.“ Gerade weil dabei ein enormer Druck ausgeübt werden, bestehe „dringender Handlungsbedarf“, um die schikanösen Maßnahmen endlich zu kippen. Sie kritisieren dabei auch den Hang zu einem schleichenden „Meinungsmonopol“ an österreichischen Unis. Daher sei es umso wichtiger, die Grund- und Freiheitsrechte zu verteidigen. Jeder Kommilitone könne dazu seinen Anteil leisten und aktiv werden.

Verschiedenste Möglichkeiten des Widerstands

Dies gehe auf verschiedene Arten: Etwa durch die Unterzeichnung des Volksbegehrens „Impfpflicht: Striktes Nein“ zwischen 20.-27. September. Aber auch die Möglichkeit, sich mit Mails an Faßmann oder die jeweilige Unileitung zu richten, könne etwas bewirken. Am meisten freue man sich natürlich um Zuwachs im Widerstand. An vielen Unis in Österreich und Deutschland bildeten sich Ortsgruppen von „Studenten stehen auf“, die vor allem über Telegram Kontakt halten und ihre Aktionen planen.

„Zeigt Solidarität und haltet Stand, um diesen zeitgeistigen Verirrungen an unseren Bildungseinrichtungen Einhalt zu gebieten“, so der Appell der Innsbrucker Gruppe in der Pressemitteilung, die Wochenblick vorliegt. Die kritischen Studenten begannen infolge der „Diskriminierung und Diffamierung Andersdenkender“ aktiv zu werden. Mit Präsenz auf Demos, durch Flugschriften an Unis, mit Flyerverteilungen und weiteren Aktionen versuche man sich „im Trubel der Zeit zurecht zu finden, aufzuklären, zu vernetzen, zu unterstützen und wo nötig neu zu orientieren“.

Immer mehr Studenten erheben mutig ihre Stimme

Wochenblick begleitet den Protest mutiger Studenten gegen die Corona-Diktatur bereits seit einiger Zeit. So boten wir der Gruppe auch die Gelegenheit, ihren Aktivismus in einem Gastbeitrag vorzustellen. Im Zuge einer Reportage von einer Freiheits-Demo in Berlin sprach unsere Online-Ressortleiterin Bernadette Conrads ausgiebig mit einem sympathischen Aktivisten aus Hamburg. Dieser erklärte seine Motivation mit dem Wunsch nach einem Leben in Freiheit – einer Freiheit, die für Wissenschaft, Meinung und Lehre gilt. Dabei gehe es nicht nur um das Maßnahmen-Diktat, sondern auch darum, dass das Meinungsklima im universitären Bildungsbereich generell wieder freier wird.

Und wo auch immer eine Avantgarde voranschreitet, finden sich weitere Mutige, die ihrem Unmut über die totalitären Entwicklungen Luft verschafen. Erst kürzlich berichtete Wochenblick über den Offenen Brief einer Wiener Geschichtsstudentin. Darin forderte sie ihr Institut zur Unterstützung im Kampf dafür auf, „das gesellschaftliche Leben gemeinsam wieder in eine positive und menschenwürdige Richtung zu lenken“. Wenige Tage zuvor schrieb ein anderer Student an die Österreichische Hochschülerschaft und beklagte deren Komplizenschaft beim Maßnahmen-Regime. Er rief dieser dabei in Erinnerung, dass sich die Politik offenbar nur mehr eine „Führungsebene aus folgsamen und unkritischen Schafen“ züchten wolle.

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