Im Jahr 2015, als die „Flüchtlingskrise“ so richtig über uns hereinbrach, erfand sich ein ganz besonderer Typ Mensch: Der „Bahnhofsklatscher“ war geboren…

Ein Kommentar von Rene Rabeder

Klatschen mit Folgen

Mit Luftballons und Teddybären um sich werfend, ernannte sich eine laute Minderheit der Gesellschaft kurzerhand selbst zum Empfangskomitee fremder Kulturen und klatschte eine Einladung in die Welt hinaus, deren Echo wir alle noch heute in jeder Unterführung und in jedem Stadtpark hören können.

Tranceartiger Zustand

Schnell wurde erkannt, dass rhythmisches Klatschen eine meditative Wirkung auf die Seele ausübt und sich dadurch alle Sorgen und Einwände der Realität in einem tranceartigen Zustand der absoluten Glücksseligkeit auflösen lassen.

Nichts ist daher naheliegender als die Tatsache, dass nun auch der UN-Migrationspakt in Marokko mittels „Akklamation“ – also möglicherweise per zustimmendem Klatschen – angenommen werden wird.

Willkommens-Klatschen bei der UN

„Zustimmendes Klatschen“ statt schnöder Vertragsunterzeichnung mit Tinte und Papier. Die Willkommensklatscher der Bahnhöfe sind nun endgültig auf der großen Bühne der Weltpolitik angekommen.

Ein Teil der europäischen Bevölkerung fragt sich freilich, ob die, die da klatschen werden, eventuell selbst „einen an der Klatsche“ haben könnten. Aber Einwände aus der Realität – all die Zahlen, Fakten und Polizeiberichte – vermögen den Rhythmus der ekstatischen Zustimmung scheinbar nicht mehr aus dem Takt zu bringen.