Groß war die Aufregung im regierungstreuen Hühnerstall, als Wochenblick als erstes Medium über das große Lockdown Orakel beim Kanzler-Freund Martin Ho berichtete. Wie seitdem auch  viele Kabarettisten und Politiker bemerkt haben, muss man nur auf der Homepage des Gastronomen nachsehen, wenn man wissen will, wann und wie lange der nächste Lockdown angesagt sein wird. Wochenblick eruierte, dass Martin Ho sein Lokal „Dots“ Mitte April wieder öffnen möchte. Dass dies tatsächlich den Lockdown-Plänen der Kurz-Regierung entspricht, wurde vor wenigen Tagen bekannt.

Ein Kommentar von Willi Huber

Es wäre wohl ein Skandal, wenn irgendetwas in Österreich noch ein Skandal wäre. In einem Land, wo Grundrechte und Verfassung von der Regierung mit Füßen getreten werden und es im Prinzip niemanden schert, es keinerlei Konsequenzen hat, ist es auch egal, wenn ein enger Freund des Bundeskanzlers stets als Erster über dessen Lockdown-Pläne informiert zu sein scheint. Natürlich dementierte dieser damals, immerhin Mitte Jänner, die „falschen Unterstellungen“ aufs Entschiedenste. Ein Softwarefehler sei dafür verantwortlich zu machen, dass man ab dem 13. April wieder Tische reservieren konnte. Dieser Fehler läge ausschließlich in der Verantwortung der Buchungsplattform, damit habe man nichts zu tun.

Und Wochenblick war auch das erste Medium, welches es interessant fand, dass die vermeintlichen Öffnungspläne des Nobelgastronomen nicht nur mit einem angenommenen Lockdown-Ende sondern auch mit dem Beginn des mohammedanischen Ramadan-Festes zusammenfallen. Ramadan beginnt im Jahr 2021 am 12. April. Es gibt ja so viele Zufälle in dieser Republik, wo wir uns alle Tag für Tag aufs Neue wundern, was alles möglich ist.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz erklärte jüngst in einer Aussendung, dass diese Vorgangsweise wohl das Ende der meisten österreichischen Gastronomen bedeuten wird. Herrn Kurz ist das wohl egal. Ob Herr Ho zu den glücklichen Unternehmern zählen wird, welche den Lockdown ohne gröberen Schaden überleben, wird sich noch zeigen. Unseren Informationen zufolge arbeitet er an der Übernahme eines weiteren Lokals in sein Gastro-Imperium. Und wenn in den Wochen bis Ramadan doch Langeweile aufkommen sollte, bleibt immer noch die Bukkake-Suite in seinem Hotel für allerlei Kurzweil.