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Eine blühende Fantasie bewies ein 35-jähriger Asylwerber aus Afghanistan um der Abschiebung zu entgehen: Er richtete sich am 14. November 2018 in Freistadt mit einer Anzeige an die Polizei, gab an, dass er per SMS mit dem Umbringen bedroht worden sei. Die Kurznachricht konnte er allerdings nicht mehr vorweisen, da diese irrtümlich von seiner Gattin gelöscht worden sei…

Einige Tage danach sagte ein 32-jähriger Bekannter des 35-Jährigen, ebenfalls aus Afghanistan, aus, dass sein Freund die gefährliche Drohung nur erfunden hätte, um eine drohende Abschiebung zu verhindern.

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Verletzte er sich selbst mit Messer?

Doch der 35-Jährige gab nicht auf: Über Notruf gab er im November an, er sei von einem Unbekannten mit einem Messer verletzt worden. Bei diesem Versuch die Behörden auszutricksen, ging der Afghane noch einen Schritt weiter. Er wurde mit mehreren Stichverletzungen am Rücken in das Landeskrankenhaus Freistadt eingeliefert. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach seinem vermeintlichen Kontrahenten verlief negativ.

Im Zuge der Einvernahme gab der 35-Jährige dann sogar an, dass er von zwei unbekannten männlichen Personen im Stadtpark in Freistadt angesprochen und brutal niedergeschlagen worden sei. Während der Abwehrbewegungen habe der Migrant plötzlich Einstiche an seinem Rücken verspürt. Im Zuge des Messerangriffes erlitt der Afghane zwei Schnittverletzungen am Hals und fünf Stichverletzungen am Rücken.

Angriffe waren wohl frei erfunden

Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die Beamten laut einer Aussendung nun nachweisen, dass sowohl die gefährliche Drohung als auch der Messerangriff völlig frei erfunden waren. Der 35-Jährige wird wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung in zwei Fällen und der falschen Beweisaussage vor der Kriminalpolizei angezeigt.

Seine Gattin und der 32-jährige Bekannte werden auch wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage angezeigt. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.