Gegen ihre Beteuerungen und den Rat vieler Experten hat die Regierung entschieden, die Schüler nach Haus zu schicken – oder zumindest jene, bei denen jemand zu Hause ist.

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Denn: Ein Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit fehlt diesmal. Die Schulen sind nämlich offiziell nicht geschlossen, sondern offen – bloß mit Schülern, die daheim lernen sollen.

Werden die „Alltagshelden“ die Sündenböcke sein?

Auf gut Deutsch: Die „Helden des Alltags“, die weder in Heimarbeit noch sich eine teure Nanny leisten können, sind letztlich „Lebensgefährder“, da sie ihre Kinder zur Schule schicken, da ihr Arbeitgeber sie nimmer freistellen kann, weil es ihnen keiner zurückerstattet.

Zusätzlicher Raubbau an den fleißigen Arbeitern

In derselben Woche beschließt Türkis-Grün obendrein, die sogenannte Hackler-Regelung zu kippen, mit der Schwerst­arbeiter nach 45 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen konnten. Es ist ein seltenes Bündel der sozialen Kälte, mit dem sie ihr Versagen auf allen Ebenen kaschieren wollen.

Unfähige Regierung wäre eigentlich rücktrittsreif

Sie haben den Sommer lang vor einer „zweiten Welle“ gewarnt, und anstatt Vorkehrungen zu treffen, gefiel man sich in regelmäßigen Pressekonferenzen, in denen man gerne neue Ankündigungen ankündig­te.

In jedem normalen Land wäre eine Regierung, die vom Kampf gegen ein angeblich tödliches Virus über Terrorabwehr bis hin zur Integration alles versemmelt, rücktrittsreif. In der Alpenrepublik gönnte man den Mainstream-Medien hingegen üppige Zuckerl, dank derer diese ihre Kontrollfunktion als „vierte Macht“ vernachlässigen.