Wie die polizeilichen Ermittlungen der letzten Monate zeigen, ließ sich das „älteste Gewerbe der Welt“ auch vom Maßnahmenkatalog der Regierung nicht aufhalten.
Die Frauen gingen den Ermittlern über ihre Internetpräsenz in die Falle. So musste die Polizei lediglich im Netz nach dem Angebot der Osteuropäerinnen suchen, um mit den Tätern in Kontakt zu treten.

Vom Appartement zum Puff

Daraufhin wurden in den letzten zwei Monaten mehrere Schwerpunktaktionen in Appartements durchgeführt. Diese seien zuvor an Touristen vermietet worden. Nach dem Wegfall des Tourismus angesichts der Reisebeschränkungen, vermietete man stattdessen an die illegalen Prostituierten.

Osteuropäerinnen

Die Polizei forschte 45 dieser Appartements aus und unterzog sie einer Kontrolle. So wurden insgesamt 197 Anzeigen gegen 58 Personen im Alter zwischen 21 und 40 Jahren erstattet.
Die Angezeigten stammen großteils aus Osteuropa. Die Frauen, die sich illegal während der Corona-Maßnahmen im Internet verkauften, waren mehrheitlich Rumäninnen, Ungarinnen und Bulgarinnen.
Die Vermieter und Eigentümer der Wohnungen wurden ebenso angezeigt. Außerdem wurden im Zuge der Aktion scharf elf Appartements polizeilich geschlossen und versiegelt.

Zwei Personen wurden sogar festgenommen. Sie befanden sich illegal in Österreich, wie die Polizei im Zuge der Amtshandlungen ermitteln konnte.