Die Coronavirus-Gefahr in Österreich wird immer größer. Seit Donnerstagvormittag bekannt wurde, dass in Wien ein 72-jähriger Patient an dem Virus erkrankt ist (Wochenblick berichtete), entsteht auch in der Bevölkerung immer mehr Unruhe. Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) gibt sich weiterhin überzeugt, dass auf Infektionsfälle „perfekt reagiert“ werde.

Auch Oberösterreichs zuständige Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) wirkt stets bemüht zu vermitteln, man hätte in der Corona-Frage alles unter Kontrolle. Immer mehr Wochenblick-Leser beginnen jedoch, an diesem Narrativ zu zweifeln und wenden sich mit der Frage, ob die zuständigen Politiker für den Krisenfall gerüstet sind, an unsere Redaktion. Wir haben im Büro der Landesrätin nachgefragt wer für den Corona-Krisenstab zuständig ist – mit brisantem Ergebnis:

„Es gibt keine Krise“

Wir haben ja keine Krise, weshalb sollen wir da also einen Stab einberufen haben?“. Diese, angesichts der jüngsten Ereignisse kühne Antwort, bekam unsere Redaktion heute aus dem Büro der zuständigen Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander zu hören. Auf Wochenblick-Anfrage, ob das Land Oberösterreich bereits einen Corona-Virus-Krisenstab eingerichtete hätte, verwies ein Pressesprecher der Landesrätin auf die oberösterreichische Landessanitätsdirektion. Diese war telefonisch nicht erreichbar.

Bei bisher mehr als 450 Verdachtsfällen in Österreich, von denen sich nun drei bestätigt haben, von „keiner Krise“ zu sprechen, wirkt sicherlich auch auf viele Wochenblick-Leser zumindest befremdlich. Zumal hierzulande aktuell noch dazu 16 Personen unter Quarantäne stehen.