Der britische Premierminister Boris Johnson (55) lag wegen seiner Corona-Infektion auf der Intensivstation. Die Nachricht bestürzte Menschen aller Lager – die meisten zumindest.

Sogar einige der schärfsten Kritiker des charismatischen Regierungschefs wünschten baldige Genesung. Aber ein deutscher Parteichef will sich nicht in den Schulterschluss einreihen – es handelt sich um Martin Sonneborn. Der Vorsitzende der Satire-Fraktion „Die Partei“ spöttelte nämlich über dessen Erkrankung.

Spott über Johnson im Spital – und kein Zurückrudern

Bereits als Johnson noch auf der normalen Krankenstation weilte, machte sich Sonneborn über diesen Umstand lustig. Dabei handle es sich seiner Ansicht nach wohl um „britischen Humor“. Über 3.000 Personen gefiel der geschmacklose Kommentar bis jetzt – aber er rief auch scharfe Kritik hervor, die in der Folge immer breiter wurde. Sonneborn ist ehemaliger Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“ und sitzt mittlerweile für die linke Spaßtruppe „Die Partei“ im Europaparlament.

Diese wiederum kann Sonneborn keinesfalls verstehen. Wenn es „bei der Schaffung von ‚Herdenimmunität‘ den dämlichen Leithammel als erstes“ erwische, sei Schadenfreude für ihn in Ordnung. Auf den folgenden Hinweis, dass es keine Satire mehr sei, wenn jemand vielleicht bald ein Beatmungsgerät brauche, reagierte er dünnhäutig auf den Mahner. „Ich fürchte, ich muss Sie hier mal wegen Dummheit blockieren“, so Sonneborn unreflektiert.

Sogar Mainstream-Reporter kritisieren Sonneborn

Auch öffentliche Personen, welche selbst in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit misslungenen Satire-Äußerungen machen mussten, beteiligten sich an der Kritik. So etwa die ZDF-Reporterin Nicole Diekmann, die einst mit dem angeblich ironischen Kommentar, sie halte jeden Nicht-Grünwähler für einen „Nazi“ für helle Aufregung sorgte. Die Einlassung Sonneborns fand sie aber auch sie wohl vollends unangebracht.