Über zwei Millionen Österreicher sind ungeimpft und sind derzeit vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Für zigtausende Ärzte und anderes Gesundheits- und Pflegepersonal kommt es aber noch dicker. Denn sie will Gesundheitsminister Mückstein in die Nadel zwingen – andernfalls droht Berufsverbot. Dies droht zu weiterem Pflegenotstand zu führen und wird das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringen. Kritische Mediziner wie DDr. Christian Fiala warnen vor der Sinnhaftigkeit einer solchen Zwangsmaßnahme. Diese könnte sogar bereits am Freitag abgesegnet werden.  

  • Unbegründet, unwirksam: DDr. Fiala kritisiert „autoritäre Zwangsmaßnahme“
  • Viele Impfdurchbrüche, zudem attackiert Immunsystem gesunde Zellen
  • Schock-Feststellung: Impfung bringt Bevölkerung „nicht viel, außer Risiken“
  • Impfpflicht vorerst für ca. 150.000 Menschen in Gesundheitsberufen geplant
  • Zigtausenden droht Arbeitsplatzverlust, dem Land völliger Pflegenotstand
  • Gesetzes-Entwurf sieht horrende Strafen vor: 3.600 Euro für Verweigerung!

Zwang ist unbegründet, unwirksam, autoritär

Wie problematisch die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal ist, erklärte der kritische Mediziner DDr. Christian Fiala. In einem AUF1-Interview befand er: „Als Arzt, der Patienten und der wissenschaftlichen Redlichkeit und Evidenz verpflichtet ist, bin ich schockiert, in welchem Ausmaß die Regierung hier autoritäre Maßnahmen trifft, die erstens unbegründet, zweitens unwirksam – und in meinem Demokratieverständnis im Widerspruch zu demokratischen Rechten stehen.“

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Schon die faktische Grundlage sieht er nicht gegeben. Die angeblich hohen Infektionszahlen würden etwa darauf basieren, dass im Vergleich zum Vorjahr zehnmal mehr getestet werde. Im dritten Corona-Winter treffe das Virus kaum noch auf Personen, die mit ihm keinen Kontakt hatten. Es gebe keinen sachlichen Grund für die Impfung oder andere Maßnahmen: „Diese müssten eigentlich alle beendet werden, wenn sich die Regierung an Evidenz hält.“

Nach Impfung werden gesunde Zellen attackiert

Auch die Wirkungsweise der Corona-Impfung kritisierte DDr. Fiala. Im Gegensatz zu handelsüblichen Vakzinen würde nicht ein abschwächter Erreger verabreicht, der das Immunsystem aktiviert. Hier werde der Bauplan für das Spike-Protein in den Körper eingebracht. Dabei würden gesunde Zellen ein fremdes Antigen produzieren und an die Zelloberfläche hängen. „Das führt dann dazu, dass das Immunsystem die körpereigenen Zellen fälschlicherweise als fremd erkennt und zerstört – und das in einem unglaublich großen Ausmaß“, so Fiala.

Man schätze, es würden 2.000 Milliarden solcher Lipid-Nanopartikel pro Injektion eingebracht: „Das ist eigentlich die programmierte Selbstzerstörung“. Fiala verglich dies mit einer kampfunerprobten Armee, die vor einem Krieg Schießübungen an seinen eigenen Soldaten erprobt. Diese Zerstörung eigener Zellen sei „im Widerspruch zu allem, was wir in der Medizin wissen, gelernt haben und uns die letzten Jahrzehnte die Erfahrung gezeigt hat.“ Eine herkömmliche Impfweise für vulnerable Gruppen wäre auch beim Coronavirus problemlos machbar. Er versteht nicht, weshalb man von der seit jeher gelebten Praxis abweicht. 

Impfung bringt „nicht viel, außer Risiken“

Auch die politische Frage der Impfpflicht-Einführung sieht Fiala als Arzt höchst problematisch – etwa weil die Vakzine eben keine sterile Immunität produzieren, sondern viele Impfdurchbrüche. Die Fakten würden zeigen, dass die Impfung ziemlich wirkungslos sei. Für die breite Bevölkerung bringe diese „nicht viel, außer Risiken“. Er wünscht sich eine sachliche Debatte und evidenzbasiertes Agieren. Die Hygiene-Maßnahmen der letzten Jahrzehnte – etwa, bei einer Erkrankung in den Krankenstand zu gehen – reichten aus. Das gelte auch für den medizinischen Bereich. Man solle den Fachkräften einfach wie bisher vertrauen, diese entsprechend einzuhalten.

Auch seien Gesundheitsfachkräfte keinesfalls Verbreiter der Krankheit, sondern bestenfalls infektionsgefährdet. Fiala sieht keinen Anlass, diese nun mit einer Zwangsmaßnahme zu belegen, die „in einer Demokratie ohne Beispiel“ sei und eine Nötigung der Bevölkerung darstelle. Wenn die Regierung bei risikoreichem Verhalten wie z.B. Rauchen, Alkohol oder Übergewicht aus gutem Grund die persönliche Freiheit über die allgemeine Volksgesundheit stelle, solle sie hier nicht abweichen. Er will sich mit demokratischen Mitteln gegen einen solchen Zwang wehren.

Zigtausenden Bürgern droht der Jobverlust

Etwa 100.000 Menschen arbeiten in nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen. Dazu kommen mehr als 25.000 Ärzte in Krankenanstalten und über 20.000 niedergelassene Ärzte. Die Mehrheit in der Branche ist doppelt geimpft. Beim Pflegepersonal sind es bundesweit über 80 Prozent, bei Ärzten sogar gut 90 Prozent. Der höchste Werte findet sich ausgerechnet in Salzburg (82 bzw. 92 Prozent), wo derzeit mit selektiven Fakten eine drohende Triage herbei geschrieben wird. Eigentlich wäre dies ein Wert, bei dem die Regierung dem Volk eine „Herdenimmunität“ vorschwafelt und ihnen vermeintlich „Freiheit“ verspricht. Dennoch heißt das: Jeder fünfte Pfleger steht vor der Wahl,  sich gegen seine Überzeugung impfen zu lassen oder die Arbeit zu verlieren.

Auf einen Schlag könnten somit in heimischen Spitälern bis zu 20.000 Pfleger fehlen. Auch vor diesem Hintergrund nahm der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) landesgesetzliche Pläne wieder zurück, nachdem die FPÖ vor einem Pflegenotstand gewarnt hatte. Auch FPOÖ-Chef Manfred Haimbuchner stellte sich zuletzt klar gegen eine Impfpflicht im Gesundheitswesen. Wie Wochenblick berichtete, protestierten am Dienstag 700-800 Mitglieder betroffener Berufsgruppen vor dem Welser Klinikum gegen einen solchen Zwang. Als Auslöser für seinen Tabubruch nahm Mückstein übrigens ein Onkologie-Cluster in Steyr, bei dem die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter zumindest zweifach geimpft waren.

Bund kann zwingen: Horrende Strafen für Missachtung

Im Zweifelsfall könnte die Mahnung vor dem Chaos aber zu wenig sein. Denn im Prinzip kann der Bund durchregieren. Und dabei wird Mückstein kaum auf Widerstand des türkisen Koalitionspartners stoßen. Mehrere ÖVP-Minister machen sich sogar für eine allgemeine Impfpflicht stark. Vorerst sollen es aber die fleißigen Spitalsmitarbeiter büßen. Im Vorjahr die „Helden der Krise“ – schon bald die neuen ArbeitslosenWeil sie eine Pflichtimpfung ablehnen, deren Wirksamkeit stark umstritten ist. Sobald das Gesetz einmal durch ist, könnte es jederzeit um weitere Berufsgruppen erweitert werden…

Ein Entwurf, der dem Wochenblick vorliegt, nennt vorerst ein Spektrum von Zahnärzten über Hebammen bis zu Heilmasseuren und Musiktherapeuten. Schon im Sommer aber  forderte die Chefin der Bioethik-Kommission, dass eine Impfpflicht auch für Lehrer oder sogar Friseure gelten müsse. Nur medizinische Gründe oder eine eigene Schwangerschaft bewahren laut dem geplanten Gesetz davor. Andernfalls drohen saftige Strafen: 3.600 Euro für die Verweigerung des Erststichs, 1.450 Euro für die Verweigerung einer Auffrischungsimpfung. Explizit tabu ist vorerst nur die Umsetzung des von Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres illustrierten Bildes einer Impfung mittels Fesslung und körperlichem Zwang. Für viele wohl ein geringer Trost.

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