Besonders am Anfang der „Black Lives Matter“-Proteste entlud sich teils brutale Gewalt. Dass diese auch nicht vor ideologisch nahestehenden Leute halt machen, mussten diverse Personen des öffentlichen Lebens schmerzlich am eigenen Leib erfahren.

Der Blog Flinkfeed veröffentlichte kürzlich ein Portfolio von US-Prominenten, welche die Aufstände und Proteste ursprünglich begrüßten – ehe sie letztlich selbst Ziel von Attacken wurden. Ein besonders beispielhafter Fall war dabei jener von Cheryl Selby, in Olympia (US-Bundestaat Washington) Bürgermeisterin.

Politikerin kniet vor Demonstranten…

Von Anfang an hatte diese sich hinter die Proteste gestellt. Wie Videomaterial zeigt, mischte sie sich sogar noch zu einem Zeitpunkt, als der linke Rand diese längst gekapert hatte, unter die Demonstranten. Sie leistete die ganze Geste der Unterwürfigkeit, kniete am 1. Juni vor Aktivisten nieder, um ihre Unterstützung für deren Anliegen zu bekunden.

…und bekommt selber auf den Deckel

Einzig: Es half alles nichts. Denn als sich am 12. Juni neuerliche Proteste auch in ihrer Stadt entzündeten, musste auch sie die Folgen des gewalttätigen Mobs miterleben. Als es in Olympia zu Plünderungen, Farbattacken auf Geschäfte und Flaggenverbrennungen kam, zogen einige Gewalttäter auch zu ihrem privaten Haus und beschmierten dieses – obwohl sie ein „BLM“-Schild in ihrem Fenster platziert hatte.

Das fand die linke Bürgermeisterin freilich nicht mehr ganz so dufte. Plötzlich erzählte sie im Fernsehen von ihrem Trauma, bezeichnete die Täter als „Terroristen“. Gerade der Umstand der plötzlichen Kehrtwende sorgte unter so manchem konservativen Kommentator auch für Belustigung.

Auch Sport-Journalist reagiert situationselastisch

Das war allerdings kein Einzelfall: Denn auch ein ehemaliger Journalist des Sportsenders ESPN, Chris Martin Palmer, machte Bekanntschaft mit den gerufen Geistern. Als die Aufständischen in Minneapolis eine Polizeistation anzündeten, löste dies beim Basketball-Experten noch Begeisterungsstürme aus: „Brennt diese Sch***e nieder! Brennt es ganz nieder!“

Drei Tage später erklommen die Plünderer dann aber auch den eigenen Elfenbeinturm. Dabei kletterten sie über die Zäune einer „gated community“, verwüsteten ein Café und standen plötzlich vor seiner Tür. Auf Twitter machte er seinem Ärger Luft: „Holt diese Tiere verdammt noch mal aus meinem Viertel raus! Geht zurück, wo ihr herkommt!“