Symbolbild

Vor einer Weile wurde in den US-amerikanischen Medien noch verlautbart, dass gegen Ende des Jahres wieder mit einem Aufschwung zu rechnen sei. Doch nun muss auch der Mainstream zugeben, dass die Aussichten doch nicht so rosig sind. Es ist davon auszugehen, dass man vielmehr mit einer weiteren Verknappung von Lebensmitteln rechnen muss. Insbesondere Konservendosen sind zur Mangelware geworden. Doch auch andere Waren gehen zu neige. Das könnte für viele Amerikaner ein trauriges Weihnachten werden.

  • Schon jetzt gibt es brüchige Lieferketten. Viele Lebensmittel fehlen in den Supermärkten.
  • Aluminium ist Mangelware. Deshalb können die Konserven nicht nachproduziert werden.
  • Das Weihnachtessen könne dieses Jahr mager aussehen: Viele Leckereien sind nicht lieferbar.
  • Auch andere Warengruppen sind Betroffen: Geschäfte streiten sich um Lieferungen und füllen panisch ihre Lagerhäuser.

Von Berthold Krafft

Schon jetzt sind die Regale leer

Die Supermarktkette Costco gibt Toilettenpapier, Mineralwasser und verschiedene andere Produkte derzeit nur noch in begrenzter Menge ab. Auch Wein und andere alkoholische Getränke sind Mangelware. Im Sommer waren die Großhandelspreise für Fleischwaren, insbesondere Grillprodukte, auf Rekordhöhe gestiegen. Oft fehlen auch Fertigmahlzeiten wie z.B. Tiefkühlpizzen. Der Grund dafür ist eine Beeinträchtigung der Lieferketten. In den Frachthäfen von Long Beach und Los Angeles stauen sich derzeit die Containerschiffe. Deshalb werden auch kaum Autos aus Übersee geliefert. Die Supermarktkette Walmart hat deshalb bereits eigene Schiffe gechartert, um den Nachschub sichern zu können.

Konservendosen gehen langsam aus

„Der Herbst bringt weitere Lebensmittelknappheit“ ist sich Today.com sicher. Viele der üblichen Leckereien könnten heuer beim Weihnachtsessen fehlen. Rodney Holcomb, ein Lebensmittel-Ökonom der Oklahoma State University, hat „Today“ erzählt, dass der Nachschub an Aluminium unterbrochen ist. Deshalb können viele Fabriken keine Konservendosen nachproduzieren. Die Aluminiumpreise sind dieses Jahr um über 40% gestiegen. Hinzu kommt, dass wegen der Knappheit viele Amerikaner begonnen haben, Konserven für schlechte Zeiten zu bunkern.

Die Logistigkrise ist noch lange nicht überwunden

Die Nachrichtenseite Axios.com ist der Meinung, dass die Probleme mit den Lieferketten noch „mindestens bis zum nächsten Frühling“ andauern werden. Neben Lebensmitteln würden auch andere Waren wie Kaffee, Schuhe oder Spielzeug ausgehen. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass man den Kindern dieses Jahr ihre Weihnachtswünsche erfüllen kann. Am Heiligen Abend könnte so nicht nur das Festessen, sondern auch die Bescherung ausfallen. Schon jetzt würden sich verschiedene Geschäfte um die vorhandenen Lieferungen streiten. Jeder versucht derzeit sein Lager so voll wie möglich zu bekommen, damit er etwas für das Weihnachtsgeschäft auf Vorrat hat. Gerade für kleinere Händler geht es hierbei auch oft ums Überleben. Die großen Ketten können außerdem Druck auf die Großhändler ausüben. Auf diese Weisen könnten viele ohnehin schon angeschlagene Einzelhändler weiter unter Druck geraten.


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