Nun hat sich auch der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton in die öffentliche Rassismus-Debatte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis eingebracht. 

Hamilton (35) ist selbst Kind einer gemischten Beziehung: Seine Mutter ist weiße Britin, sein Vater ein Sohn grenadinischer Einwanderer. Mit 84 Rennsiegen und Titeln in den Jahren 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 ist der Mercedes-Star nach dem Deutschen Michael Schumacher der zweiterfolgreichster Pilot aller Zeiten in der Motorsport-Königsklasse. Dieses Standing nützt er nun aus, um in der aktuellen Debatte seinen eigenen Sport massiv zu kritisieren.

Hamilton: Fehlende Anteilnahme, weil „weißer Sport“

Einige der größten Stars, so Hamilton, würden „noch still bleiben mitten in dieser Ungerechtigkeit.“ Dass es „nicht ein Zeichen“ in seiner Branche gäbe, so der Rennfahrer auf Instagram, habe seiner Ansicht nach auch einen bestimmten Grund: „Das ist natürlich ein von Weißen dominierter Sport!“

Dabei stehe er freilich nicht auf seiten der Plünderer, welche auch Gebäude anzünden. Für jene, die friedlich protestieren, äußerte er aber seine Unterstützung: „Es kann keinen Frieden geben, bis die sogenannten Führer es ändern“. Nicht nur in Amerika, sondern auch in Großbritannien, Spanien oder Italien gäbe es Probleme mit Rassismus.

Der in Stevenage in England geborene Hamilton ist seit 2007 der erste farbige Rennfahrer in der prestigeträchtigen Serie, vor ihm nahm mit Willy T. Ribbs im Jahr 1986 lediglich ein Schwarzer an Testfahrten teil.

Proteste in zahlreichen Städten eskalieren

Auch andere Sportler mit afrikanischen Wurzeln äußerten sich am Wochenende positiv gegenüber den Protesten. Diese entzündeten sich, weil der schwarze Amerikaner George Floyd verstarb, nachdem ein Polizist ihn mehrere Minuten lang mit dem Knie am Hals zu Boden drückte. Obwohl dieser sagte, er könne nicht atmen, ließ der Beamte nicht ab.

Seitdem revoltieren in zahlreichen Städten tausende schwarze Bürger, die vermeintlichen strukturellen Rassismus anprangern wollen. Tatsächlich werden Schwarze in neun von zehn Fällen von anderen Schwarzen getötet, auch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein Schwarzer von einem schwarzen als von einem weißen Polizisten erschossen wird.

Linksextreme beteiligten sich an Plünderungen

Am Wochenende entdeckten zudem zusehends linksextreme Kräfte die Proteste als Vorwand, um sich an Plünderungen zu beteiligen. Um dieser Problematik Herr zu werden, verkündete US-Präsident Donald Trump am Sonntag, die Antifa bundesweit zur Terror-Organisation erklären zu wollen – Wochenblick berichtete.