Antifa-Randalierer nahmen gestern die US-Präsidentschaftswahl zum Anlass und marschierten, wie üblich gewalttätig und zerstörerisch, in den Städten Denver (Colorado) und Portland (Oregon) auf.

Von Kornelia Kirchweger

Sie richteten massiven Sachschaden an, verbrannten die US-Fahne, warfen Molotow-Cocktails und Flaschen und grölten anti-amerikanische Parolen. In beiden Städten wurden mehrere Personen festgenommen.

Portland fordert Nationalgarde an

Am Mittwoch formierten sich zwei Protestzüge die nach Portland hineinmarschierten und den Verkehr blockierten. Auf Videos sieht man, wie die Randalierer Molotow-Cocktails und Glasflaschen werfen und eine amerikanische Flagge verbrennen. Eine festgenommene Person hatte ein Gewehr bei sich.

Die Polizei postete Fotos von Gegenständen, die man konfisziert hatte: darunter Feuerwerkskörper, Hämmer und Sprühfarbe. Oregons linke Regierungschefin, Kate Brown, hat mindestens aus den brutalen BLM-Ausschreitungen vom Sommer gelernt und vorsorglich die Nationalgarde angefordert. Sie bekräftigte in einer Presseaussendung das Recht auf freie Meinungsäußerung, man werde aber keine Einschüchterung der Wähler und keine politische Gewalt tolerieren. Nicht von links, rechts oder der Mitte.

Denver: nieder mit den USA

In Denver marschierte die Antifa, in gewohnt gewaltbereiter Manier, auf. Sie legten Brände auf einer der Haupteinzugsstraßen nach Denver. Auf ihrem Banner stand: „Tod für Faschismus und Liberalismus, der das ermöglicht“.  In Sprechchören riefen sie: „Keine Grenzen, keine Mauern. Keine USA“. Die Polizei ging mit Pfefferkugeln dazwischen. Laut Medienberichten gab es auch einige Verhaftungen. In beiden Bundesstaaten, Colorado und Oregon, hat der demokratische Präsidentschaftskandidat, Joe Biden, seinen republikanischen Herausforderer und amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump, mit deutlichem Vorsprung bei der Wahl geschlagen.

Wahlschlacht geht weiter

Wer von beiden letztlich gewinnt, hängt jetzt vor allem von den Ergebnissen in den Bundesstaaten North Carolina und Pennsylvania ab. Beide Staaten haben die Frist zur Annahme von Wahlkarten verlängert, in Pennsylvania bis Freitag, mit Aufgabestempel 3. November. In North Carolina gar bis 12. November. Das Wahlrecht in den USA ist Sache der Bundesstaaten. Trump warnt seit Monaten davor, dass über die Briefwahl die Gefahr von massiver Wahlmanipulation bestehe. Er kündigte Klagen gegen Pennsylvania, Michigan und Georgia an und verlangt eine Nachzählung in Wisconsin. Bis das endgültige Wahlergebnis vorliegt, könnte es also noch dauern.