In Washington hat eine Professorin für Anthropologie der Zeichentrickserie SpongeBob Schwammkopf vorgeworfen, Gewalt und Rassismus zu verherrlichen. Die Serie sei auch dazu geeignet, „gewalttätige amerikanische Militäreinsätze zu verharmlosen“.

Laut dem britischen Independent sei die US-amerikanische Forscherin Holly Barker der University of Washington davon überzeugt, dass die Kinderserie SpongeBob rassistische Ressentiments schüre.

SpongeBob als Kolonialherr?

Barker schrieb in einem Fachmagazin: „SpongeBob und seine Freunde spielen eine Rolle dabei, die Aneignung indigenen Landes durch kolonialistische Siedler zu normalisieren, mit der das Bikini-Volk aus seiner nichtfiktionalen Heimat beseitigt wurde“. Sie bezieht sich dabei auf den fiktionalen Heimatort von SpongeBob, Bikini Bottom, und glaubt, dass dieser dem Bikini-Atoll nachempfunden sei.

Wenig weibliche Charaktere

Die Serie mache sich zudem der „kulturellen Aneignung“ schuldig, da Figuren in Hawaii-Hemden auftreten und in Häusern in Form einer Ananas wohnen lasse. Barker kritisierte weiter ein deutliches Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Charakteren in der Comic-Serie.

Der Name „Bob“ stehe außerdem für einen „Allerweltsmann“ anstatt für einen „kulturell angemessenen Charakter“.