US-Präsident Joe Biden kündigte an, Teams von „Haus zu Haus“ zu schicken, um nicht Geimpfte zum „Stich“ zu bewegen. Es folgte ein Shitstorm. Es bestehe der Verdacht, dass dazu medizinische Unterlagen mit Kontaktinformationen nicht geimpfter Amerikaner verwendet werden. Das sei ein grober Verstoß gegen die Privatsphäre der Amerikaner, hieß es von republikanischer Seite in einem kritischen Schreiben an Biden. Mehrere Gouverneure lehnten die Aktion in ihren Bundesstaaten ab.

Von Kornelia Kirchweger

  • Biden schickt Freiwillige zu Hausbesuchen: Sollen Impf-Propaganda von Tür zu Tür tragen
  • Flyer behauptet, die Impfung sei sicher
  • Propagandisten sollen sich dabei wie „Goldfische“ und „Golden Retriever“ verhalten
  • Shitstorm gegen Gesundheitsminister Xavier Becerra
  • USA behaupten, sie würden keine Imfpdatenbank führen

Shitstorm auf Gesundheitsminister

US-Gesundheitsminister, Xavier Becerra, brachte das Fass zum Überlaufen: Die Regierung habe das Recht zu wissen wer geimpft wurde. Denn sie habe Billionen US-Dollar dafür ausgegeben die Amerikaner während der Pandemie am Leben zu halten. In den sozialen Medien entfachte das eine Welle der Entrüstung. Viele Amerikaner fragten sich, ob da Beamte kommen, woher die wissen, wer nicht geimpft sei und ob man vielleicht bei vorgehaltener Waffe den Stich erhalte. Becerra gab sich dann kleinlaut auf Twitter: Er sei falsch interpretiert worden. Die Regierung habe keine Datenbank die verfolge wer geimpft sei.

 

Weißes Haus rudert zurück

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, versuchte zu beruhigen: Die Aktion erfolge nicht auf Basis einer Datenbank. Die Regierung mache so etwas nicht. Man konzentriere sich auf Regionen mit niedrigen Impfraten. Die Aktion werde von Freiwilligen gemacht. Nicht Geimpfte sollen korrekte Informationen erhalten, u.a. wo sie die Impfung bekommen, dass sie nichts koste und sie sich dafür frei nehmen könnten. Das habe in Florida und Mississippi die Impfrate erhöht. Der Einzelne entscheide, ob er die Impfung wolle, oder nicht. Bereits im April wurde im Gesundheitsministerium das Netzwerk „Community Corps“ aufgebaut. Von einer Tür-zu-Tür-Impf-Aktion war damals nicht die Rede. Das kündigte Biden vergangene Woche aufgeregt an: „Wir müssen jetzt von Gemeinde zu Gemeinde gehen, von Nachbarschaft zu Nachbarschaft, und oft auch von Tür zu Tür – buchstäblich an Türen klopfen – um den übrigen Menschen zu helfen, vor dem Virus geschützt zu werden“, sagte er. 

Werbeverbot hinfällig

Das soll nun mit  „Gesundheitsbotschaftern“ überall in den USA ausgerollt werden. Die Anleitung für die „Botschafter“ lautet: Nicht überzeugen, nur informieren, Werbeverbots-Schilder ignorieren, denn man biete lediglich kritische Informationen an, das sei nicht illegal. Auch Geimpften solle man den Flyer geben, so könnten ihn Freunde oder Nachbarn sehen. Werden Personen zornig, solle man das nicht persönlich nehmen, sondern zum nächsten Haus gehen. „Verhalten Sie sich wie ein Golden Retriever mit dem Gedächtnis eines Goldfisches“, heißt es.

 „Korrekte“ Information

Der Flyer behauptet, die Impfung sei sicher, da in großen Studien bei Menschen aller Ethnien, Altersgruppen und Gesundheitskonditionen erprobt, sie verändere nicht die DNA und schütze auch von Covid-19 Genesene. Auch Nicht-US-Bürger und nicht Versicherte können sie erhalten. Verschwiegen wird, dass die Seren eine begrenze Notfallzulassung haben, Menschen damit an einem Experiment teilnehmen, und immer mehr unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Sie sind in der zugehörigen Datenbank VAERS gelistet. Selbst Vakzin-Hersteller räumen nach und nach weitere Nebenwirkungen ein. In den USA haben 55 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Covid-19-Impfdosis erhalten. Ziel bis Juli war die Impfung bei sieben von zehn Personen, ein- oder zweimal. Das wurde nicht erreicht.

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