Der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde die Ehrendoktorwürde der US-amerikanischen Elite-Universität Harvard verliehen. Bei der Verleihung der Auszeichnung am Donnerstag lobte Harvard-Präsident Lawrence Bacow den Pragmatismus und ihre kluge Entschlossenheit während ihrer Amtszeit.

Besonderes Lob fand Merkels Spruch „Wir schaffen das“ während der Flüchtlingskrise 2015. Für den Slogan wurde Merkel in Deutschland viel kritisiert. Ihre Entscheidung, mehrere Millionen Asylsuchende ins Land zu lassen und ihr Vorgehen in der EU-Schuldenkrise war ebenfalls unpopulär. Die Universität lobte aber ihr Verhalten, für das einzustehen, was sie für richtig halte. Kritiker warfen Merkel stattdessen Egoismus vor.

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Gefeiert wir ein Popstar

Laut der Süddeutschen Zeitung befanden sich circa 30.000 Personen bei der Ehrung von Merkel. Sie erntete während ihrer Rede immer wieder Beifall. Die Kanzlerin meinte, dass man nicht immer nur aus dem Affekt heraus handeln soll. Protektionismus und Handelskonflikte würden unseren Wohlstand gefährden. Sie rief zu „Wahrhaftigkeit gegenüber anderen und uns selbst“ auf und meinte, „dass wir Lügen nicht Wahrheit und Wahrheit nicht Lügen nennen“ sollen.