In Massachussetts macht man Gefängnisinsassen die Covid-Impfung auf ganz besondere Weise schmackhaft: Wer sich brav mit beiden Dosen impfen lässt, Infomaterial ansieht und ein Formular ausfüllt, kann so seine Strafe verkürzen. 

Möglich ist das wegen eines Gesetzes, laut dem Häftlinge eine Reduzierung ihrer Strafe durch „gute Führung“ verdienen können, wenn sie an bestimmten Programmen und Aktivitäten teilnehmen. Die Kommissarin des Department of Correction Carol A. Mici schrieb dazu: „Ich habe beschlossen, dass der Erhalt der Impfung signifikant wertvoll für die Rehabilitation ist und werde daher den Hafterlass anbieten.“

Wirklich viel bringt das den Straftätern nicht: Wer die erforderlichen Schritte absolviert, kann einen Hafterlass von etwas mehr als einer Woche erhalten. Dennoch darf man sich wundern, dass die angeblich so kostbare Impfung offenbar nur durch derartige Angebote an den Mann gebracht werden kann. So setzt man auch in Virginia auf Impf-Belohnungen: Häftlinge hier bekommen beispielsweise Telefonzeit und Snacks, wenn sie sich impfen lassen.