Bereits über eine Woche dauern die Unruhen in den USA an. Mittlerweile werden auch Privathäuser geplündert. Jetzt entscheiden sich weiße Amerikaner für Gesten der Unterwerfung. Sie bitten Schwarze inständig um Vergebung für ihr „White Privilege“.

„Es tut mir unbeschreiblich Leid!“

Auf Twitter kursiert dieses Video einer Frau, die vor einem Schwarzen niederkniet, der vorgibt für Black lives Matter zu arbeiten: „Ich arbeite für Black lives Matter. Mein Black Lives Matter CEO hat mich darum gebeten, dass ich eine weiße Person dazu bringe, niederzuknien.“ Daraufhin fordert er die junge Frau auf, niederzuknien und sich zu entschuldigen. Sie kommt der Aufforderung nach und beteuert: „Es tut mir unbeschreiblich Leid!“.

 

Spannungsfeld Multikulturalismus

Formal sind alle Amerikaner unabhängig ihrer Hautfarbe seit Jahrzehnten gleichgestellt. An den Universitäten werden Dunkelhäutige ebenso wie indianisch-stämmige Amerikaner in Aufnahmetests sogar durch Quoten bevorzugt, um auch höhere Positionen in der Gesellschaft erreichen zu können.
Trotzdem ist die „Segregation“ in Amerika so hoch, wie nirgendwo sonst. Ob nun in China-Town, im weißen Vorort oder im schwarzen Viertel: die Communities neigen dazu, unter sich zu bleiben.

Hier kniet gleich eine ganze, weiße Gemeinschaft vor ihrer schwarzen Nachbarschaft nieder:

 

Sie waren offenbar gerade in einem Bier-Pong-Spiel, als sie die tobende Meute am Fenster vorbeiziehen sehen. Nachdem die beiden jungen Männer den Aufständischen ihre Solidarität mittels „Daumen hoch“ zeigen, trifft diese Geste auf wenig Dankbarkeit.
Schon werden die Fensterscheiben des Hauses, das wie ein Studentenwohnheim aussieht, von den Horden eingeschlagen:

Auch Wohnhäuser werden gestürmt

Auch in Washington DC kippt die Stimmung, als eine plündernde Horde in das Haus nebenan einbricht. Wie es mit dem Videoersteller weiterging, ist nicht bekannt. Er schreit wiederholt verzweifelt „Nein!“ als die Vermummten immer näher kommen:

Nachbarschaft verteidigt sich

Während andere weiße Amerikaner, die sich der Antifa zugehörig fühlen, die Proteste weiter anheizen und ihnen den geistigen Überbau geben wählt diese Nachbarschaft einen anderen Weg. Sie verteidigt ihre Siedlung vor Plünderern und Übergriffen. Manche Männer tragen Maschinengewehre zur Abschreckung. Offenbar funktioniert das. Die Meute zieht – etwas perplex – einfach weiter:

Auch in Europa wird gekniet

Während in Europa noch keine Rede von Unruhen sein kann, knien in Irland bereits hunderte von Menschen. Sie wollen damit ihre Solidarität mit den Schwarzen in den USA bekunden: