Der aus Guinea stammende, vatikanische Kardinal Robert Sarah, warnte anlässlich der Neuerscheinung seines Buches vor dem Untergang Europas, samt seiner Kultur und Werte, sollte die (islamische) Massenmigration weitergehen. Damit widerspricht er ganz offen seinem Chef, Papst Franziskus, der die Aufnahme von Migranten als biblischen Auftrag sieht und Europa aufforderte, Migranten gastfreundlicher aufzunehmen.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

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Auch altes Rom wurde von den Barbaren überrannt…

Sarahs neues Buch „Bleib bei uns, Herr: der Abend naht und schon fällt der Tag“, führte bereits zu Kontroversen in Europa, weil er darin explizit die muslimische Migration als Vorbote des Zusammenbruchs Europas sieht. „Wenn der Westen diesen unheilvollen Weg fortsetzt, besteht ein hohes Risiko, dass er – wegen Geburtenmangel – verschwinden werde. Von Fremden überrannt, werde er dasselbe Schicksal erleiden wie das von den Barbaren überrannte Rom. Mein Land ist vorwiegend muslimisch, ich glaube, ich weiß wovon ich rede“, sagte er. Sarah ist auch katholischer Prälat im westafrikanischen Guinea, wo 85 Prozent der Bevölkerung Muslime sind.

EU-Kommission schützt lieber Banken als seine Bürger

Als „blanken Wahnsinn“ bezeichnete er die Bestrebungen der EU, die Welt globalisieren und die Nationen, mit ihren vielfältigen Charakteren loswerden zu wollen“. Die Brüsseler Kommission sei nur daran interessiert, einen freien Markt zu schaffen sich in den Dienst der Finanzmächte zu stellen und schütze lieber die Banken als die EU-Bürger.

Massenmigration: neue Form der Sklaverei

Massenmigration sei zudem eine neue Form der Sklaverei, denn diese Migranten haben keine Arbeit und keine Würde. Sarah beklagte auch, dass katholische Priester, Bischöfe und Kardinäle die Lehren Christi verraten haben indem sie „politischen Aktivismus“ betreiben. Sie befürchten, als Reaktionäre gesehen zu werden und drücken sich daher nur vage und unklar aus. Aber es sei falsch, im Namen Gottes Migration voranzutreiben“.

IS und Genderismus: totalitäre, christianophobe Bewegungen

Sarah ist seit 2010 Kardinal im Vatikan, dort seit 2014 für liturgische Fragen zuständig und eine prominente Stimme der Römischen Kurie. Er vertritt den konservativen Flügel der katholischen Lehre. Schon 2015 kritisierte er bei einer Bischofs-Konferenz die Gender-Ideologie und den Islamischen Staat (IS) als „apokalyptische Bestien“. Er unterschied dabei zwischen Homogamie und Polygamie – als Bedrohung für die Familie. Einerseits wegen Scheidung, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Verbindungen, etc. Andererseits wegen der „Pseudo-Familie“ des ideologisierten Islam mit Polygamie, Kinderehe und der Frauen-Unterdrückung. Diese beiden „Radikalsierungen“ seien totalitär und ganz offen christianophob.