udo landbauer liederbuch
Bundespräsident Van der Bellen und Ex-Bundeskanzler Christian Kern kritisierten Landbauer und die FPÖ wegen der Liederbuch-Affäre scharf.

Was schert mich mein Geschwätz von gestern! Dies scheint das Motto von Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu sein, der jetzt die Parteien für ihren Schlammschlacht-Wahlkampf rügte.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Soweit ich mich entsinne, hatte er im Bundespräsidentschaftswahlkampf den Leuten eingeredet, sich als künftiger Präsident aus der politischen Arbeit der gewählten Volksvertreter heraushalten zu wollen.

Von wegen „unpolitischer“ Präsident

Im Gegensatz dazu hatte Hofer nie ein Hehl daraus gemacht, dass er als Präsident schon zur rechten Zeit ein Machtwort sprechen werde, wenn er feststellen sollte, dass Regierung oder Parteien in Untätigkeit aber auch schädlichen Hyperaktionismus verfallen sollten.

Dieses Bekenntnis hat ihn Wählerstimmen gekostet.

Hollabrun
„Wochenblick“-Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Nun wundern sich die Menschen, was bei Van der Bellen doch noch alles möglich ist. Er selbst wundert sich darüber freilich weniger, weil es nur ein wahlkampftaktischer Trick war, das Gegenteil von Hofer zu behaupten.

VdB als schlechter Gewinner?

Dass sich Van der Bellen nun doch politisch einmischt, zeigt eine aktuell durchgesickerte Meldung. Laut vom „Kurier“ benannten, gut informierten Quellen will Van der Bellen „nicht zulassen, dass das Außenamt mit einem FPÖler besetzt wird.“

Das dürfte eindeutig gegen Hofer gerichtet sein: Denn FPÖ-Chef Strache hatte bereits den Ex-Bundespräsidentschaftskandidaten für das Außenministerium ins Gespräch gebracht. Gemäß jahrzehntelanger Praxis müsste Van der Bellen jedoch eigentlich einen FPÖ-Kandidaten akzeptieren.

Norbert Hofer ist Bundespräsident!

Auch VdB wird sich beugen müssen

Aus diesem Grund wird Van der Bellen auch HC Strache als Innenminister anstandslos angeloben, weil es für einen Bundespräsidenten nicht gut ist, etwa ein Drittel der österreichischen Bevölkerung, die nach den jüngsten Umfragen der FPÖ ihre Stimme geben werden, gegen sich aufzubringen.