Die Corona-Krise verlangt auch von Gläubigen vieles ab. Seit Wochen sind Gottesdienste aller Art in ganz Österreich untersagt. Auch das wichtigste Fest der Christen, das Osterfest, musste ohne persönlichen Kontakt gefeiert werden. Heute beginnt der Fastenmonat der Moslems, der Ramadan.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die Gelegenheit auch bereits genutzt, sich via sozialen Medien an Moslems in Österreich zu wenden. „Zum beginnenden Fastenmonat wünsche ich allen Musliminnen und Muslimen einen friedvollen Ramadan. Möge dieser Monat uns allen – gerade in diesen herausfordernden Zeiten – Friede und Zusammenhalt bringen.“

FP-Raml fordert Disziplin

Auch der freiheitliche Linzer Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml meldet sich zum Thema Ramadan zu Wort. Er fordert von dem Moslem vor allem jene Disziplin zu zeigen, die von den Christen zu Ostern vorgelebt worden war. „Die christlichen Kirchen und ihre Gläubigen haben sich vorbildlich an das Versammlungsverbot gehalten und sogar an ihren jeweils höchsten Feiertagen – Karfreitag bzw. Ostersonntag auf gemeinsame Feiern verzichtet. Ich erwarte mir von den Muslimen, dass sie sich im anstehenden Fastenmonat genauso an die Regeln halten!“, so Raml.

„Regelverstöße gefährden nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch das dringend notwendige Hochfahren des täglichen Lebens.“ Auf Feste im großem Kreise und gemeinsame Gebete, die im Ramadan Tradition haben, müssen die Moslems dieses Jahr jedenfalls verzichten.