Der deutsche Journalist Billy Six befindet sich noch immer in venezolanischer Haft, obwohl die Frist für die Formulierung einer Anklage bereits seit mehreren Tagen abgelaufen ist.

Seit dem 17. November befindet sich der deutsche Reporter der konservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ im Geheimdienstgefängnis „El Helicoide“. Auf Facebook wurde mittlerweile eine Seite namens „Free Billy Six“ eingerichtet, auf der man die neuesten Informationen einsehen kann und die Tage der Inhaftierung gezählt werden. Außerdem gibt es eine Petition, die an den Deutschen Bundestag gerichtet ist und seine Freilassung fordert.

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Staatsanwaltschaft formulierte keine Anklage

Ihm wird vorgeworfen, sich mit Rebellentruppen im Zuge seiner Recherche getroffen und ein vermeintlich unautorisiertes Foto gemacht zu haben, daher der Verdacht auf Spionage und Rebellion. Die Staatsanwaltschaft hat noch immer keine Anklage formuliert, trotzdem befindet sich der Journalist weiterhin im Horror-Gefängnis, in dem vor kurzem sogar zwei Häftlinge verstarben.

In diesem Gefängnis ist Billy Six inhaftiert.

„Reporter ohne Grenzen“ fordert Freilassung

Sein Gesundheitszustand ist nach Aussage seines Vaters „besorgniserregend“, denn ihm werden offenbar notwendige Medikamente vorenthalten. Die Vereinigung „Reporter ohne Grenzen“ verurteilt die schweren Haftbedingungen von Six und fordert indes seine sofortige Freilassung.

Deren Geschäftsführer Christian Mihr sieht „keine Grundlage“, weshalb Six als Zivilist vor ein Militärgericht geführt werden solle, die Vorwürfe seien „hanebüchen“.