300.000 Nachrichten fand die Staatsanwaltschaft noch beim geschassten ÖBAG-Chef Thomas Schmid. Sie bieten tiefen Einblick in das Sittenbild einer aufstrebenden Politclique, die unser Volk scheinbar verachtet und die Republik für ihren Verschiebebahnhof hält. Eine kleine Erinnerung, wie die türkise „Familie“ über Parteifreunde und den Souverän gleichermaßen denkt… 

Thomas Schmid – Kurz will ihn kaum kennen – geriet bereits in ein ungünstiges Licht, als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass er niedrigere Beamte für „Tiere“ und das Volk für „Pöbel“ hält. Der Ex-Kanzler, dem der Inhaber von 2.500 Fotos männlicher Gemächte seine „Liebe“ darlegte, putzte sich damals an seinem Intimus ab. Nun stellte sich heraus – er gebrauchte Schmid vielmehr als Dienstbote. Er soll 1,2 Mrd. Euro für die Nachmittagsbetreuung „aufhalten“, damit der damalige ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner schlecht aussieht.

Abgründe hinter den Kulissen

Kurz fragte sogar skrupellos, ob er für die Torpedierung der Entlastung unzähliger Familien „ein Bundesland aufhetzen“ könne. Unfassbar – doch zur Beseitigung eines Parteifreundes, den er bald nur mehr als „Arsch“ bezeichnet, ist es billig.

In Hinterzimmern dealte die türkise Jungspund-Partie die Posten nach der Machtübernahme im Staat aus. Honorige Damen sind für sie „leicht führbare Weiber“, die man als Beiwerk zu Netzwerkdinnern antanzen lässt.

Krumme Medien-Deals feiert man schon auf einer Almwanderung, wo es keine Sünde gibt. Kurz und Blümel danken Schmid für seine „devote“ Liebe und „Freundschafts“-Dienste. Erst per SMS, später per ÖBAG-Chefposten. Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral: Und sie dachten, sie kämen mit allem durch.

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