Die Berichte einiger Lehrer schockieren. Welche Missstände inzwischen an Österreichs Schulen herrschen, zeigte nicht zuletzt – in symbolischster Weise – ein Video, in dem ein Schüler achtlos einen Mistkübel auf einen Lehrer schleuderte.

Ein Kommentar von Johannes Schüller

Lehrer und Mitschüler sind verzweifelt

Deutlicher kann man seiner Missachtung, ja Verachtung, kaum Ausdruck verleihen! Es ist dabei keineswegs ein Geheimnis, dass häufig männliche Migranten-Schüler Lehrer und einheimische Mitschüler an den Rand der Verzweiflung bringen. Multikulturelle Brennpunktschulen gelten nicht selten als Hort von Gewalt und Bildungsferne! Die Ursachen für diese Konflikte liegen im Aufeinanderprallen verschiedenster Selbstverständnisse.

Während vor allem Kinder aus nahöstlichen Kulturen mit einem klaren, selbstbewussten bis deutlich überzogenen Männlichkeitskeitsbild innerhalb der eigenen Familie aufwachsen, wird bei österreichischen Eltern gerne Wert auf Dialog und Rücksicht gelegt.

Eigene Konfliktscheuheit fordert opfer

Was freilich in lebensnah praktizierter Form sinnvoll und notwendig ist, endet heute nicht selten in kultureller Selbstverleugnung! Doch die Betonung des Dialogs bleibt im Falle des Scheiterns nur konsequenzloses Geschwätz, wenn auf Brutalität keine Gegenwehr möglich ist. Schüler aus Kulturkreisen, in denen Männlichkeit als oberste Tugend gilt, verhöhnen fatale Schwäche rasch. Die Opfer dieser dank eigener Konfliktscheuheit geduldeten Frechheiten sind unsere Lehrer und Schüler.