Mit Verboten und Gesetzen in Österreich ist es wie in der Wurstabteilung: „Darf‘s ein bisserl mehr sein?“ Der Begriff „Eigenverantwortung“ steht kurz vor seiner Abschaffung. So darf etwa nur mehr bis 2018 in der Gastronomie geraucht werden. Wohin die Reise geht, beweisen allerlei weitere verpflichtende Warnhinweise – wie etwa bei der weitgehend sinnentleerten Allergene-Verordnung. Als nächster Schritt sind Herkunftsangaben geplant, wo punktgenau aufgelistet werden muss, welches Produkt von wo stammt. Auf die Wirte kommt damit die nächste Herausforderung zu, Menükarten wachsen mittlerweile auf Telefonbuchstärke an. Ernstlich angedacht sind bereits weitere Hinweise und Verbote – etwa bei Süßwaren oder Spirituosen. Auch der allgemeine Ampelwahn – keine Kreuzung ohne Signalanlage und Rund-um-die Uhr-Rotlichtphasen – entmündigt die Bürger weiter.

Vorschriftenwahn stoppen!

Einmal sollte genug sein mit dem Vorschriftenwahn. Die Menschen sind bei weitem nicht so dumm, wie uns manche gerne glauben machen wollen. Eigenverantwortung lernt aber nur, wer auch entsprechend gefordert wird. Die heutige Politik aber entmündigt uns immer mehr, will die Menschen beeinflussen und konformieren, pflegeleichter machen – alles unter dem Vorwand, das geschehe zu unserem Schutz. Ich frage mich nur: Wie haben das unsere Vorfahren eigentlich hinbekommen – ohne diese ganzen neuen Gesetze, Verordnungen und Verbote?

Wilhelm Holzeitner

[email protected]

 

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