Der Linzer Vizebürgermeister sieht akuten Handlungsbedarf bei dem stark geförderten Migrantenverein.

In der Causa rund um den Verein „Arcobaleno“, der von Asylwerbern für Nachhilfestunden nur ein Drittel von dem verlangt, was Österreicher bezahlen müssen („Wochenblick“ berichtete), schaltet sich jetzt auch der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer ein.

Wimmer ist in Linz auch für Finanzrechtsangelegenheiten zuständig und fordert jetzt eine Prüfung des Sachverhalts sowie das Ziehen der nötigen Konsequenzen.

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Denn der Verein erhielt nicht nur vom Land Oberösterreich einen ordentlichen Batzen Steuergeld: Auch die Stadt Linz war großzügig und bezahlte im Jahr 2016 zumindest 16.000 Euro an Förderungen, gibt Wimmer an.

Auch von Stadt Linz gefördert

Abkassiert: Der Verein „Arcobaleno“ erhielt vor zwei Jahren rund 200.000 Euro an Steuergeld vom Land Oberösterreich. Jetzt kommt aber raus: Auch bei der Stadt Linz cashte der Verein ordentlich ab.

Wie der „Wochenblick“ berichtete, verlangt der Verein etwa für zehn Nachhilfestunden in Mathematik oder Englisch von Österreichern 100 Euro, während Asylwerber dafür nur 30 Euro bezahlen müssen.

Und das, obwohl der Verein auf seinem Webauftritt prominent mit Gleichbehandlung wirbt.

Vize stocksauer

Das findet auch Wimmer fragwürdig, kritisiert die Diskriminierung österreichischer Kinder: „Wenn damit Nachhilfe unterstützt werden soll, muss sie allen Linzern zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen.“

„Schlechtere Tarife für die heimische Bevölkerung im Vergleich zu Asylwerbern sind abzuschaffen bzw. anzugleichen. Es soll nicht sein, das ein gemeinnütziger Verein vom Land OÖ und seitens der Stadt Linz gefördert wird, aber gleichzeitig österreichische Kinder diskriminiert!“

Interne Prüfung gefordert

„Wir wollen Gerechtigkeit“, argumentiert Wimmer, der jetzt eine interne Prüfung durch die Verwaltung fordert: „Es muss abgeklärt werden, ob die Vorgehensweise des Vereins ‚Arcobaleno‘ im Einklang mit den städtischen Förderrichtlinien steht.“

„Sollte sich herausstellen, dass hier gegen städtische Vorgaben gehandelt wurde, sind nötige Konsequenzen zu treffen. Wertvolles städtisches Steuergeld muss sozial gerecht eingesetzt werden, dass es allen Linzerinnen und Linzern gleichermaßen zu Gute kommt.“