Rund 22% haben die Freiheitlichen bei den Wiener Gemeinderatswahlen verloren. Ein desaströses Ergebnis. Doch Niederlagen bergen immer auch Möglichkeiten: Vereinigt die politische Rechte!

Gastkommentar von Roman Möseneder

Dieser Kommentar ist keine Analyse des Wahlergebnisses. Er ist auch kein Angriff auf die Freiheitlichen. Nein, er ist ein Appell an alle Rechten.

Während der Schwarz-Blauen Regierungsperiode begann das tatsächliche Desaster. Angetrieben durch heimische Medien und Regierungspartner – der ÖVP – distanzierten sich die Freiheitlichen von außerparlamentarischen rechten Bewegungen.

Sie versuchen uns zu spalten!

Doch weswegen geschahen all diese Angriffe? Selbstverständlich lediglich aus politischem Kalkül. Zu keinem Zeitpunkt ging es den Journalisten des Landes um vermeintlich unsagbare Positionen der außerparlamentarischen Rechten. Inhaltlich hegt der mediale Mainstream keinerlei Interesse an einem ernsthaften Austausch mit uns – weder mit der FPÖ, noch mit anderweitigen rechten Bewegungen. Sie sehen uns als politische Feinde. Als DAS Böse. In Wahrheit unterscheiden sie nicht zwischen Politikern und Aktivisten.

Nun kann man sich die Frage stellen, weswegen all diese Distanzierungen gefordert und alle vermeintlich tragischen Verbindungen aufgedeckt wurden. Dies ist einfach beantwortet: Sie wollen uns spalten.

Eine geeinte Rechte ist politisch wirksam

Der politischen Linken ist klar, dass die geeinte Rechte eine massiv stärkere Wirkung entfalten könnte. Durch gebündelte Ressourcen, Ideen und Willenskraft entstünden Unmengen an interessanten und professionellen Projekten. Der gesamte Bereich der Gegenkultur – von patriotischer Kunst, zu patriotischen Jugendzentren – würde abgedeckt werden und gesellschaftlich wirken. Das ist klarerweise ein Dorn im Auge besagter Akteure.

Barrieren überwinden

Durch die aktuelle Lage der Freiheitlichen gibt es – so ehrlich und direkt muss man sein – wenig zu verlieren. Es gibt keinen Regierungspartner, der Distanzierungen fordern könnte. Negative Medienkampagnen laufen ohnehin. Doch die Lager müssen Barrieren überwinden. Im Zuge der Distanzierungen wurden viele Aktivisten wütend und enttäuscht. Das rief eine Blockadehaltung gegenüber der parlamentarischen Rechten hervor. Ein rauer Ton und Verschmähungen – so selbstkritisch muss man sein – wurden üblich. Andererseits äußerten sich Politiker respektlos über die stundenlange und mutige Arbeit vieler Patrioten auf der Straße.

Doch damit muss Schluss sein. Ich appelliere daher an beide Lager: Findet zusammen. Springen wir über unsere Schatten und bündeln unsere Kräfte. Gemeinsam können wir das Vertrauen der Bevölkerung wiedergewinnen und wirksame Politik für alle Österreicher machen.

Eigentlich ist es simpel: Was ist wichtiger? Unser aller Ego, oder die Zukunft unserer Heimat?

Dies ist Teil 1 eines zweiteiligen Diskussionbeitrages zwischen Gastautoren. Teil 2 aus der Feder von Stefan Magnet finden Sie hier