Vor bereits acht Jahren vergewaltigte ein damals angeblich 18-jähriger somalischer Flüchtling eine 15-jährige Jugendliche. Seither wird verhandelt. Das Landesgericht Fulda sprach den Afrikaner nun frei. Die Begründung erschüttert und kann als Hohn für das Opfer verstanden werden.

Im Jahr 2012 wurde der Fall in den Medien so behandelt: „Nein, no, non: Gleich in mehreren Sprachen soll das Opfer im November 2012 gesagt haben, dass sie mit dem Angeklagten keinen Geschlechtsverkehr haben möchte. Doch das habe er ignoriert.“ Dass es zwischen dem Afrikaner und dem Mädchen zu sexuellen Handlungen kam ist unbestritten.

„Kann schon sein, dass das Opfer die Wahrheit sagte“

Es könne schon sein, dass das Opfer sich, so wie es aussagte, an die Tat erinnere. „Es ist nicht auszuschließen, dass sie nur glaubt, sich gewehrt zu haben, um es mit dem eigenen Selbstbild in Einklang zu bringen“, erklärte der Richter. „Das Opfer habe subjektiv wahrheitsgemäß ausgesagt.“ Seiner Meinung nach wäre der Sex in der Toilette eines Jugendclubs in Hannover in gegenseitigem Einvernehmen geschehen. Es ist die dritte Verhandlung in dem Fall, die Staatsanwaltschaft forderte Freispruch. Dieser Rechtsansicht folgte der Richter.

21 Monate Jugendstrafe nicht akzeptiert

Der Somalier erhielt im Jahr 2016 eine Jugendstrafe von einem Jahr und neun Monaten wegen Vergewaltigung. Dagegen ging er in Berufung. Laut deutschen Medien auf Kosten des deutschen Steuerzahlers, er selbst könnte die teuren Anwälte und Verfahren nich bezahlen. Jahre, viele Gutachten und unschätzbare Kosten später erfolgte nun der rechtsgültige Freispruch. Ob die subjektive Erinnerung des Opfers aber auch objektiv richtig ist, sei fraglich, so das Gericht. Deshalb entschied es „im Zweifel für den Angeklagten“.