Einmal mehr war die Bundeshauptstadt Wien - hier ein Regenbogen-Zebrastreifen an der Ringstraße - das Vorbild für einen "weltoffenen" Impuls.

Es war DIE große Ankündigung im Sommerloch: Die Landeshauptstadt bekommt einen Regenbogen-Zebrastreifen. Dafür setzte sich eine Mehrheit im Gemeinderat aus SPÖ, NEOS, Grünen und KPÖ ein. Seit dieser Woche erstrahlt nun tatsächlich ein Zebrastreifen-Paar in allen Spektralfarben. 

Nach der Ankündigung im Juli war vorerst unklar, welcher Schutzweg in den Regenbogen-Farben erleuchten soll. Wichtig war einzig, dass es eine Stelle mit viel Frequenz ist – damit möglichst viele Passanten sähen, welch weltoffene Stadt Linz doch sei. Weil die jährliche Pride-Parade wegen der Corona-Maßnahmen entfallen musste, befand etwa die grüne Gemeinderätin Sophia Hochedliger, dass es daher „umso wichtiger“ sei, „verschiedene sexuelle Identitäten auf andere Weise“ sichtbar zu machen.

Regenbogen-Zebrastreifen direkt vor einer Kirche

Wie das Stadt-Magazin Linza auf Facebook berichtete, fiel die Wahl letztendlich auf zwei Übergänge im Stadtteil Bulgariplatz. Es handelt sich dabei um die Überwege über die Lissagasse und die Dürrnberger Straße, getrennt durch die Wiener Straße. Damit befinden sie sich auch direkt vor der Herz-Jesu-Kirche. Angesichts der reservierten Einstellung der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen könnte man also durchaus von einem gezielten Affront sprechen…

Blauer Vizebürgermeister kritisiert „Neuerung“

Im Gegensatz zu den linken und liberalen Kräften im Gemeinderat kann die FPÖ der Installation wenig abgewinnen. Der blaue Vizebürgermeister und Verkehrsstadtrat Markus Hein kommentierte den Umstand gegenüber dem Wochenblick wie folgt: „Ich habe damit keine Freude, denn Verkehrseinrichtungen sollen ausschließlich der Sicherheit dienen und nicht für das Verbreiten von gesellschaftspolitischen Botschaften missbräuchlich verwendet werden.“

Grüne betreiben seit Jahren Homo-Klientelpolitik

Wie in Wien waren auch in Linz die Grünen die treibende Kraft hinter der Installation der Schutzwege mit der gewöhnungsbedürftigen Ästhetik. Damit verfolgt die vermeintliche Öko-Partei weiterhin ihr Steckenpferd, sexuelle Minderheiten im Stadtbild abzubilden. Bereits die berüchtigten schwulen und lesbischen Ampel-Pärchen, welche vor fast fünf Jahren an der Mozartkreuzung installiert wurden, gingen auf eine grüne Initiative zurück.

GB: Polizeipferd wollte nicht über den Regenbogen

Inwiefern sich die neuen Zebrastreifen tatsächlich auf die Verkehrssicherheit auswirken ist mangels seriöser Studien derzeit unklar. Allerdings gibt es durchaus Indizien, wonach sich manche Verkehrsteilnehmer irritiert fühlen könnten. So sorgte im Sommer ein Video aus Großbritannien für Belustigung, weil sich ein Polizeipferd weigerte, einen Regenbogen-Überweg zu überschreiten – Wochenblick berichtete über den skurrilen Vorfall.