Fünf illegal aufgestellte Zelte unter der Autobahnbrücke beim Chemieknoten wurden am Montag geräumt. Darin lebten acht Bettler, die nach Aufforderung von Erhebungsdienst-Mitarbeitern das Lager verließen. Zurück blieb viel Müll und ein kaputtes Zelt.

Kaum wird es wärmer, werden auch die illegalen Zeltlager in Linz wieder mehr.  Im Sommer muss der Erhebungsdienst der Stadt Linz (Abteilung Bau- und Bezirksverwaltung) sogar bis zu dreimal wöchentlich ausrücken, um  solche Lager zu räumen. „Häufig halten sich Bettlerinnen und Bettler im Bereich der Autobahn auf“, erklärt Vizebürgermeister Detlef Wimmer. Der Direktor der Bau- und Bezirksverwaltung Robert Huber bestätigt dies und fügt hinzu: „Die Zeltlager sind meistens an schwer einsehbaren Grünflächen wie beispielsweise kleine Waldgebiete.“

Hinter Kabelrollen verschanzt

Wie sehr oft wurde der Erhebungsdienst auch im aktuellen Fall durch eine Beschwerde auf das Lager aufmerksam. Die Bettler versteckten sich geschickt auf dem Lagerplatz der ASFINAG. Sie stellten die dort gelagerten, großen Kabelrollen so auf, dass sie ihr Zeltlager dahinter verstecken konnten.

Nach Aufforderung der Mitarbeiter des Erhebungsdienstes räumten die Personen das Lager, ließen jedoch viel Müll und ein beschädigtes Zelt zurück. Das muss die ASFINAG als Grundstückseigentümerin nun entsorgen.

Räumung meist ohne Probleme

Nach Direktor Robert Huber gibt es kaum Probleme bei der Räumung der Zeltlager. Die Personen gehen anstandslos.  Es komme jedoch immer wieder einmal vor, dass die Personen dann kurz darauf wieder auf anderen Plätzen aufgegriffen werden.

+++
Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen keine brisanten Informationen mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen NEWSLETTER!