Ein Video zeigt, wie indische Kinder unter unhygienischen Bedingungen Teststäbchen für Testkits einpacken. Sind es die selben Stäbchen, die unseren Kindern in die Nase gesteckt werden?

Es ist grundsätzlich ein trauriges Thema: die Kinderarbeit. Vor allem in Entwicklungsländern wie Indien arbeiten Kinder oft in Fabriken. Früher war es vor allem die Textilproduktion, in der sich die kleinen Kinder verdingen mussten. Heute werden sie zusätzlich in der großen Geschäftemacherei mit Corona ausgebeutet.

Video: Kinder packen Stäbchen in Covid-Testkits

Dieses Video geht derzeit viral. Ein Mann filmt Kinder, die auf engstem Raum Corona-Teststäbchen einpacken. In indischer Sprache schildert er das Geschehen. Doch ein Wort ist international verständlich: „Covid-Testkit“. Und tatsächlich sind massenhaft die – uns gut bekannten – Stäbchen zu sehen, die durch die kleinen Kinderhände hastig in die geläufigen Verpackungen befördert werden.

Indische Kinder verpacken Stäbchen für Tests an anderen Kindern

Die hygienischen Zustände scheinen bedenklich. Die Kinder sitzen auf engstem Raum auf dem Boden. Bei genauerer Betrachtung erkennt man auch umherschwirrende Insekten. Die Stäbchen, die später wohl in die Atemwege europäischer Kinder eingeführt werden sollen, liegen neben den nackten Füßen der indischen Kinderarbeiter auf dem Boden. Es ist auch die strenge Stimme von mindestens einer erwachsenen Frau zu vernehmen. Treibt sie die Kinder bei der Arbeit an? Was den Kindern droht, wenn sie die Arbeit verweigern, möchte man sich gar nicht vorstellen.

Eltern besorgt wegen schmutziger Teststäbchen

Die schlechten hygienischen Zustände, in denen die Testkits aber auch die Masken erzeugt und verpackt werden, fallen auch bei den Endnutzern auf. Erst im April waren viele Eltern alarmiert, nachdem sie die Teststäbchen unter dem Mikroskop beziehungsweise mit dem Zoom ihrer Smartphone-Kameras untersuchten. Denn sie fanden „Würmer“ und andere beunruhigende Teile auf den Teststäbchen, die ihren Kindern drei Mal die Woche eingeführt werden sollen. Wochenblick analysierte daraufhin Teststäbchen und Masken unter einem Mikroskop und kam zu dem Schluss, dass es sich dabei wohl um Verunreinigungen durch Fasern handeln muss.

Nach Betrachtung des indischen Videos wird nun niemand mehr über die Verunreinigungen auf den Teststäbchen verwundert sein. 

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