Mehr als 23 Prozent der Oberösterreicher können in einem Notfall nur dann 1.000 Euro aufbringen, wenn sie sich verschulden. Dabei wird im Land fleißig gespart: 66 Prozent der Bevölkerung legen monatlich Geld zurück.

Diese Erkenntnis ist das Resultat einer aktuellen und repräsentativen Studie des des Marktforschungsinstituts marketagent.com, welche im Auftrag von Swiss Life Select Österreich durchgeführt wurde.

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Ältere Menschen besonders von Zinspolitik betroffen

Da aber jeder vierte Oberösterreicher brav spart, verfügen immerhin 73,8 Prozent über ein finanzielles Polster. Die Zahl der Frauen ohne Notgroschen beträgt gar 27,7 Prozent. Das Resümee der Studie gibt zu denken: Knapp ein Viertel der Oberösterreicher ist chronisch pleite. Diese Menschen können sich nichts ersparen. Es brächte auch nichts, weil das Geld auf den Sparbüchern von Banken sich heute nicht mehr vermehrt, sondern – wegen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank – durch die Negativzinsen eher verringert. Das ist für ältere Menschen besonders schlimm.

Oberösterreicher sparen sich arm

Die Enteignung der Sparer müsse ein Ende haben, grollt ÖVP-Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer. „Konnte man sich früher dank guter Zinssätze noch etwas für die Pension oder Enkelkinder zusammensparen“, sinniert er, „muss man jetzt froh sein, wenn das Ersparte am Jahresende nicht weniger geworden ist.“ Die Oberösterreicher sparen sich arm, heißt es auch resignierend in der Studie, in der auch klar festgestellt wird: „Silver Ager sehen schwarz!“