Viele Städte fürchten Ausschreitungen wie bei den BLM-Demos.

In vielen amerikanischen Großstädten befürchtet man nach der US-Präsidentschaftswahl erneut massive Ausschreitungen. Geschäfte rüsten sich mit Barrikaden, manche sperren überhaupt die ganze Woche zu.

 

Die Polizei ist in Alarmbereitschaft, in manchen Fällen will man, wenn nötig, die Nationalgarde beiziehen. Auch das Weiße Haus wurde doppelt abgesichert.

New York: für alles gerüstet

In New York gibt es laut Bürgermeister Bill de Blasio zwar keine konkreten Hinweise oder Drohungen. Man sei aber für alle Arten von „Herausforderungen“ gerüstet. Im New Yorker Stadtteil Manhattan haben Geschäfte bereits ihre Auslagen verbarrikadiert. Man erwartet eine angespannte Lage, bis das endgültige Ergebnis, wer nächster US-Präsident wird, vorliegt.

Washington rechnet mit BLM-Randalen

In Washington, dem Sitz des Weißen Hauses, herrscht eine ähnliche Stimmung. Dort wurden für diese Woche ein Dutzend organisierte Proteste und Versammlungen genehmigt. Auch eine große Versammlung in der Wahlnacht wurde angemeldet, inklusive einer Acht-Stunden-Demonstration mit einem riesigen, digitalen Bildschirm und Live-Musik. Man befürchtet, dass diese tausende Black Lives Matter Aktivisten anziehen könnte. Man rechnet aber auch mit zahlreichen, nicht genehmigten Demos. U.a. Proteste, wegen des Todes eines jungen Afro-Amerikaners, der im Oktober bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei bei einem Motorradunfall ums Leben kam.

Barrikaden in Denver und Chicago

In Denver/Montana verbarrikadierten sich Geschäfte in der 16th Street, die im Sommer bei Black Lives Matter-Ausschreitungen unvorbereitet waren und total verwüstet wurden. Die Bürgermeisterin von Chicago kündigte einen 10-Tages-Plan an und rief zu friedlichen Protesten und zur Einhaltung der Corona-Einschränkungen auf. Teile der Stadt könnten rasch abgeriegelt werden, es gibt verstärkte Polizeipräsenz, spezielle Stadtteile werden mit Blockaden gesichert und mit Korridoren ausgestattet.

Einsatzpläne für Los Angeles und Portland

In Los Angeles gibt es bereits Einsatzpläne zur Kontrolle aufmarschierender Massen und aufkommender Anti-Wahl-Proteste. In Oregon hat die zuständige Landeschefin eine Verordnung herausgegeben, wonach die Nationalgarde einschreiten wird, sollte die lokale Polizei – in Portland – Unterstützung brauchen. Dort kam es im Sommer zu massiven Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Einsatzkräften und Demonstranten. Der Einsatz von Tränengas wurde erlaubt. Die Zerstörung von Eigentum werde nicht toleriert, heißt es in dem Erlass.