Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Einwanderung klar für den Ausbruch des Coronavirus in Europa verantwortlich gemacht. Er bekräftigte außerdem, dass Ungarn beim Verständnis der Gefahren von Masseneinwanderung nach Europa die Nase vorn hat.

In einem Interview in der vergangenen Woche bezüglich der Coronavirus-Bedrohung wurde Orbán befragt, warum Universitäten geschlossen bleiben, während öffentliche Schulen weiter geöffnet sind.

Universitäten und Schulen bleiben geschlossen

Er erklärte, dass „viele Ausländer dort sind“ und hielt fest, dass die meisten frühen Infizierten in Ungarn iranische Studenten gewesen seien. Es sei nicht möglich, die ausländischen Studenten von den Ungarn zu trennen, weshalb es laut Orbán das Beste sei, die Einrichtungen komplett zu schließen. Vergangenen Freitag gab die ungarische Regierung jedoch noch bekannt, dass die öffentlichen Schulen ab dieser Woche ebenfalls geschlossen werden.

„Wir haben gesehen, dass es hauptsächlich Ausländer waren, die die Krankheit eingeschleppt haben, und dass sie sich hauptsächlich unter Ausländern ausbreitet“, so der ungarische Premier. „Es ist kein Zufall, dass das Virus erstmals bei Iranern auftrat.“

„Logischer Zusammenhang“ zwischen Migration und Epidemie

Für Viktor Orbán gäbe es einen „logischen Zusammenhang“ zwischen der Migration nach Europa und der Coronavirus-Epidemie. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals „About Hungary“ sprach er: „Wir führen einen Zweifrontenkrieg. Eine Front heißt Migration, die andere gehört zum Coronavirus.“

Ungarn habe vor dem Ausbruch keine Migranten aufgenommen und werde dies jetzt auch nicht tun. „Genau hier und genau jetzt steht das Leben der Menschen an erster Stelle“, erklärte er. „Prävention ist der Schlüssel, um die Zahl der Opfer und Infektionen so gering wie möglich zu halten.“

Bereits 15 iranische Studenten ausgewiesen

Ungarischen Behörden haben jüngst 13 iranische Studenten aus dem Land und aus der EU wegen Verstoßes gegen die Quarantäneregeln ausgewiesen, berichtete „Ungarn heute“ am Montag.

Die Studenten waren wegen Coronavirus im Budapester St. Lászlo Krankenhaus unter Quarantäne gestellt worden. Sie hatten jedoch ihre Zimmer verlassen und sich aggressiv gegenüber dem Gesundheitspersonal verhalten. Zwei iranische Studenten wurden vergangenen Freitag wegen ähnlichen Vergehens aus dem Land ausgewiesen.