Im exklusiven „Wochenblick“-Gespräch stellt der EU-Abgeordnete und FPÖ-Generalsekretär, Harald Vilimsky, gegenüber „Wochenblick“-Reporter Christian Seibert klar, warum für ihn Europa kein Einwanderungskontinent ist, wie er die Entwicklung der EU sieht und warum er die Abschaffung der ORF-Gebühren für unerlässlich hält. Alternative Medien sieht der Wiener auf dem Vormarsch.

Das Recht sich zu schützen!

„Wochenblick“: Herr Vilimsky, welche Entwicklungen kommen auf die Bürger der Europäischen Union künftig zu?

Vilimsky: Eines der größten Probleme, welches wir in der Zukunft dringend lösen müssen, ist jenes der Migration. Da spielt auch das Asylthema hinein, weil sehr viele das Recht auf Asyl missbrauchen, um eine goldene Zukunft im Westen zu suchen. Mit all den Menschen, die nach Europa wollen, kommen auch sehr viele Terroristen herein, die wir abhalten müssen. Wir müssen auch klarmachen, dass es nicht sein kann, dass unsere Tore offen bleiben, sondern – ganz im Gegenteil – dass Europa für sich auch das legitime Recht in Anspruch nimmt, sich schützen zu wollen und damit eine gedeihliche Zukunft für sich gewährleistet.

EU-Verantwortliche, wie etwa der griechische „Migrationskommissar“ Dimitris Avramopoulos beschreiben Europa ganz klar als Einwanderungskontinent. Wo sehen Sie die Alternative dazu?

Wenn man sich in den Banlieues von Paris, in den Vororten Londons oder leider auch in einigen Wiener Bezirks-Grätzln umsieht oder etwa in Betracht zieht, dass der beliebteste Vorname für Jungs in Brüssel „Mohammed“ ist, dann stellt man fest, dass der Zug in die komplett falsche Richtung gefahren ist. Wir müssen alles daran setzen, dass wir uns in der Rolle als Herrn im eigenen Haus halten. Es muss klargestellt werden, dass wir definitiv kein Einwanderungskontinent sind. Wir stehen dazu, Menschen von anderen Kontinenten Hilfe und Schutz und Hilfe zu gewähren – aber dann bitte in der Region und nicht in Europa.

Merkel und Macron

In der EU hat man das Gefühl, dass die Krise ein Dauerzustand ist. Der Visegrad-Block macht beim Thema Migration eine eigene Politik, wofür Macron steht, weiß man nicht so genau und die selbsternannte Führerin Europas, Angela Merkel, war zuletzt monatelang regierungsunfähig. In welche Richtung wird sich die EU entwickeln?

Nach dem Schock des Ausgangs des Austrittsreferendums in Großbritannien hat die EU fünf Szenarien einer möglichen EU-Zukunft vorgelegt. Wir haben uns als österreichische Regierung gemeinsam mit der ÖVP darauf verständigt, dass wir weniger europäische Kooperationen in sinnlosen Bereichen benötigen, beispielsweise bei Regulativen. Auf der anderen Seite soll die Kooperation in wichtigen Bereichen besser und tiefergehender sein – etwa beim Schutz der EU-Außengrenzen. Das ist uns sehr wichtig. Was die Europäische Union will, diese Antwort ist sie noch schuldig. Wir werden uns jedenfalls voll dafür einsetzen, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen werden. Ich denke, dass die EU-Wahl im kommenden Jahr viel verändern wird. Nachdem Großbritannien ausgeschieden ist, wird es eine neue EU geben. Es werden neue politische Kräfteverhältnisse entstehen und da hoffe ich, dass wir im Interesse der Menschen einen Weg der sinnvollen Kooperation innerhalb Europas einschlagen werden, die ganzen unsinnigen Regulative jedoch einfach sein lassen.

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