harald vilimsky
Harald Vilimsky holte mit der FPÖ ein achtbares Ergebnis bei der EU-Wahl 2019

Geht es nach dem freiheitlichen Delegationsleiter im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, so sollen Migrantenschiffe nicht in Europa anlegen, sondern die Menschen in ihre Herkunftsländer oder sichere Drittstaaten bringen. Vilimsky sprach sich bereits in der Vergangenheit betont dafür aus, Illegale in ihre Heimatländer zurückzuführen („Wochenblick berichtete“).

„Die Menschen müssen wieder in ihre Herkunftsländer oder sichere Drittländer gebracht werden, um damit seitens der EU auch ein klares und unmissverständliches Signal zu setzen“, hält der Generalsekretär fest.

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„Nicht anlegen lassen“

Gerade der aktuelle Anlassfall zwischen Malta und Italien zeige wieder, dass es nicht um sogenannte Seenotrettung gehe. Bootsmigranten hätten sich von maltesischen Behörden bewusst nicht helfen lassen, weil sie offenbar nach Lampedusa an die italienische Küste weiterreisen wollten.

Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte bereits angedroht, Bootsmigranten künftig direkt nach Libyen zurückzuschicken.

matteo salvini
Auch der italienische Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini spricht sich für die sofortige Rückführung illegaler Bootsmigranten aus!

„Nicht aus Lybien geflohen“

Zur vermeintlichen Problematik der Rückführung nach Libyen meint Vilimsky: „Diese Menschen sind ja nicht aus Libyen geflohen, sondern im Gegenteil – sie haben sich zunächst freiwillig dorthin begeben, um dann von Libyen aus die Überfahrt nach Europa zu versuchen.

Jetzt zu argumentieren, man könne sie nicht nach Libyen zurückbringen, ist schwer vermittelbar„, bekräftigt der Europaparlamentarier.

Auch Bundeskanzler dafür

Mit seiner Haltung ist Vilimsky nicht alleine. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte kürzlich, die umstrittenen Boote an den EU-Außengrenzen zu stoppen. Darüber war sich Kurz auch in einem Telefonat mit dem maltesischen Regierungschef Joseph Muscat einig.

In einer Stellungnahme aus dem Bundeskanzleramt hieß es dazu: „Wir vertreten hier die gleiche Meinung, dass nicht jedes Schiff in der EU anlegen kann“.