Greta Thunbergs belehrende Klima-Auftritte geraten immer öfter ins Kreuzfeuer der Kritik. Russlands Präsident Vladimir Putin bezeichnete das Mädchen jetzt als „wenig informierten Teenager“, der von Erwachsenen benutzt werde. Die 16-jährige solle doch den Entwicklungsländern erklären, warum diese in Armut leben sollen, während sie sich für eine Reduzierung des Verbrauches fossiler Brennstoffe einsetze.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Kritik an Rede vor UNO

Im Rahmen einer Energiekonferenz in Moskau meinte der Präsident: er teile nicht die allgemeine Euphorie über die Greta-Rede vor der UNO. Niemand habe Greta erklärt, dass die moderne Welt komplex und anders sei und…die Menschen in Afrika oder in vielen asiatischen Ländern auf dem gleichen Wohlstandsniveau leben wollen, wie etwa Schweden. Greta sei sicherlich ein freundliches, aufrichtiges Mädchen. Man müsse junge Menschen, die sich um Umweltfragen kümmern, auch unterstützen. Es sei aber zu verurteilen, wenn Kinder und Teenager für persönliche Interessen benutzt werden.

In ihrer Rede vor der UNO ging Greta wütend auf die Erwachsenen los und beschuldigte sie mit Tränen in den Augen, ihre Träume und ihre Kindheit gestohlen zu haben aber es trotzdem zu wagen, Hoffnung bei den Jugendlichen zu suchen… sie werde ein Auge darauf haben und das nicht durchgehen lassen.

EU-Kommissar Öttinger: Greta-Hype „völlig übertrieben“

Auch Günther Öttinger, vormals EU-Energie-Kommissar und jetzt für Personal und Haushalt zuständig, hinterfragt die Greta-Euphorie. Beim Klimaschutz gehe es nicht um Greta, sondern um Wahrheiten. Klimaschutz soll es natürlich geben. Vor allem Deutschland sollte aber in neue Technologien investieren und der Welt zeigen, wie man Emissionen verringern könne, ohne überall Verzicht zu üben.

Washington Times: Greta Thunberg, Albtraum für Eltern

Unter diesem Titel kommentierte Cheryl K. Chumley, in der Washington Times, Gretas UNO-Rede: sie sei nach Amerika gekommen, um die Welt über die Gefahren von Wettermustern aufzuklären und habe vor der UNO eine sofortige Kehrtwende gefordert. Gemeinsam mit 15 weiteren Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren habe sie eine Beschwerde beim UNO-Komitee für die Rechte der Kinder eingebracht: darin klagte sie Brasilien, Argentinien, die Türkei, Deutschland und Frankreich an, ihre Verpflichtungen bezüglich Klimaschutz nicht einzuhalten. China sei dabei nicht erwähnt worden. Diese fünf Länder müssen sich offenbar der „Führerschaft“ eines Kindes unterwerfen und ihr auf dem Weg von Null-Produktion und Null-Wachstum folgen.

Mangel an elterlicher Fürsorge und Bildung

Die Linke schwirre voller Bewunderung um den Teenager herum. Greta verhalte sich wie Kinder, denen es an solider elterliche Fürsorge und ordentlicher Ausbildung mangle. Die glauben, über Dinge reden zu können, von denen sie keine Ahnung haben und, dass die Welt ihnen zuhören müsse, weil sie gerade traurig oder zornig seien. In besseren Zeiten hätten Gretas Eltern ihr den Unterschied erklärt – zwischen jenen, die ernsthaft ein Anliegen verfolgen und jenen, die vorgeben, das Wissen zu haben, die ganze Welt anzuführen. In solchen Zeiten wäre sie auch nicht damit durchgekommen, auf der globalen Bühne Erwachsenen zu sagen, wie diese sich verhalten müssen.